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nerwetter gehabt, heute sind die stehenden Wasser in manchenGegenden ganz mit einem gelben Blumenstaub bedeckt, odermich mieden Leuten hier auszudrücken, es hat vergangeneNacht Schwefel gerechnet. Weil ich so eben welchen davon auf.getrocknet habe, so lege ich etwas bei, es ist vermuthlich derStaub von der wilden Castanienblüthe, die hier um die ganzeStadt jetzt offen ist.
In Celle habe ich die Königin von Dänemark speisen sehen.Sie scheint da sehr vergnügt und ist außerordentlich beliebt.Sie hat auf zwei Bastionen der Stadt Zelte aufschlagen lassen,unter denen sie des Morgens frühstückt, und des NachmittagsThee trinkt. Wenn es die Witterung nur etwas erlaubt, hatman mir erzählt, so geht sie durch die Straßen der Stadt spa-zieren, grüßt die Leute sehr freundlich und läßt sich von denKindern die Hand küssen. Wenn sie speist, so wird jedermannverstattet sie so lange anzusehen als sie da sitzt. Sie ist füreine Dame von ihren Jahren ungemein korpulent und hat einPaar zwar nicht lebhaste aber durchdringende Augen. Ich undHeinrich haben uns ihr zugleich vorstellen lassen. —
3.
Stade, den 7ten September 1773.
^s ist mir eine außerordentliche Freude gewesen, wieder eineVersicherung von Ew. w. geneigtem Andenken an mich zu er-halte». Da ich weiß, wie sehr Dieselben beständig beschäftigtsind, so würde ich auch, ohne eine Antwort abzuwarten, fort-gefahren haben, Denselben Nachrichten von meinen kleinen Vor-fällen zu geben, wenn ich es nicht für besser gehalten hätte, lie-