Stade, den 2-isten Mai 1773.°'°?
(Endlich bin ich, nach einer höchst angenehmen Reise, hier inState angekommen, Ich würde Ew. te. eher geschrieben habe»,wenn mich nicht eine Menge von Actio- und Passiv-Visiten, diezu meine» Absichten nothigen Spaziergänge, und die Beant-wortung von vielen Briefen, die ich hier antraf, abgehaltenhätten. In Hamburg habe ich den Hr. Prof. Büsch besuchtund nebst ihm, seiner Frau Liebsien, Hr. M. Ebeling n»d Hr.Prof. Giesecke, die mir alle Compümente an Ew. zc. aufgetragenhaben, mit der ganzen Handlungstudirenden Jugend zu Mittaggespeist. Hr. Prof. Büsch ist nicht in den besten Gesundheits-umsländen und wird in wenigen Wochen nach Pyrmont gehen.Ich glaube, ich werde, wenn eS die Zeit erlaubt, in Hamburgvbserviren. Es sind in Hamburg zwei Gebäude, die zum Ob-serviren erbaut worden sind. Jetzo werden sie gebraucht, Kaffeedarauf zu.trinken, wozu sie auch wirklich vortrefflich sind. DieBaumeister beider Häuser haben hauptsächlich das Umhersehendabei zum Endzweck gehabt, in so fern es mit bloßen Augen ge-schieht. Instrumente können auf beiden nicht bequem gestelltwerden, doch, wäre das eine leicht und vortrefflich dazu einzu-richten.
Nach einem Aufenthalt von -l Tagen setzte ich mich auf einschönes zweimastiges Schiff und segelte an einem sehr herrlichenTage mit sehr günstigem Wind hiehcr. In sechs Stunden leg-ren wir den Weg von ö Meilen zurück. Diese Fahrt auf einemeine Meile breiten Strome, der zu beiden Seiten die vortreff-lichsten Prospekte hat, und unter einer Menge von Schisse», dievor Anker lagen, weil sie mir der vorhergegangene» Fluth Harn-
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