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jeder Bemerkung durch ein einziges Wort Individualität zu ge-ben, wodurch muri sogleich erinnert wird, daß Sie die Bemer-kung nicht bloß sprechen, sondern machen, habe ich nicht leichtbei einem Schriftsteller in einem solchen Grade angetroffen.Dazu kommt noch bei mir, daß ich Alles als das Werk meinesFreundes lese, dessen immer steigendem Nuhm ich mit einer Artvon Wolluftgefühl zusehe, jeder Ausdruck, jede Wendung, diemich frappirt, freut mich als mein eigen. Nun bedenken Sie,Freund, was Sie mir für ein Vergnügen gemacht haben. O,die innigste Theilnahme an Allem, was den Verfasser angeht, ver-breitet über das Werk ein unbeschreiblich angenehmes Licht! MancheIhrer trefflichen Bemerkungen würden mir aus dem Munde desMongolen Meiners gewiß als wenigstens unangenehme Wahr-heit geklungen haben, dieses Menschen unbändiger Eigendünkelwürde mir Alles entstellen. Zum Glück gibt es bei Nihm ichtszu entstellen. Ich soll Ihr Buch für die hiesige Zeitung rccen-sircn. Ich habe den Antrag auf gut Glück angenommen; alleinwas kann man in einem so engen Blättchcn sagen! — Wennmir nur mem seltsames Befinden des Morgens die gehörigeRuhe gestattete, des Nachmittags nimmt mir mein Kollegium, daich einen neuen Gehülfen anlernen muß, sehr viel Zeit weg,und dann bin ich zwar nicht für das Lesen, aber für das Schrei-ben verloren. Indessen wenn auch die Rccension etwas spätkommt, so läßt sich das ja mit einer Zeile entschuldigen. Wennich nur den Niesen von Thätigkcit, Ihren Herrn Schwiegervater,nicht immer so bona licko betröge. Wenn ich verspreche, soglaube ich auch, ich konnte leisten, und dann schwindet allerMuch wieder. Doch es wird ja gehen. Die Sakontala habeich noch nicht gelesen, weil jetzt meine Neigung in der Lesestundenicht da hinaus liegt. Das Wörterbuch aber habe ich keinen Tag