Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
Seite
142
Einzelbild herunterladen
 

112

leuchteten. Hierauf trieb uns die Flntb wieter herauf nachHamburg durch eine unzählige Menge van. Schiffen, woruntereinige lagen, die eben vom Wallsischfang zurückgekehrt waren,und da lagen wie Kirchen. Der Anblick ist und bleibt unbe-schreiblich, und ein schönes Mädchen mit ihrem Kopfzcng, daseben vom Herzenfang zurückgekehrt, ist nur eine Kleinigkeit da-gegen. Nun logircn wir in der Kramercompagnie, einem ganznetten Wirlhshause, und Dieterich befindet sich wohl und fett,ißt Fffche, wie ein Raubfisch, und ist ein herrlicher Kerl. InHamburg hat man noch den einfältigen Brauch, auf Pfingstenfromm zu thun, deswegen ist heute keine Komödie, morgenkeine, übermorgen auch nicht, auch künftigen Dienstag nicht.Also erst künftigen Mittwochen werden wir Mamsell Ackermanntrippeln sehen, wo uns dann der Himmel beistehen wird. Hiervor unserm Hause ist ein Lärm, daß ich wahrhastig nicht hörewas ich schreibe. Vielleicht gehen wir schon morgen nach derSee, wenn wir ein Schiff kriegen, und während Sie den Herrnder Erde anbeten, so wollen wir den Herrn verehren, demWind und Wellen gehorchen müssen. Empfehlen Sie mich demlieben Töchterchen und Kindern recht herzlich und sagen Sie,daß wir mehr häßliche als schöne Kinder gesehen hätten. WennSie doch diesen Morgen hätten können bei uns sein, gerechterGott, was ist Wiederholds Haus gegen ein dreimastiges Schiff!Der Anblick stärkt bis in die Wurzel der Seele.

Einliegenden Brief an meine kleine Tochter lassen Sie dochdurch Hannen bestellen, oder durch unfern Jungen. Ich habeihr zu schreiben versprochen, und das muß ich doch halten. Ichmeine das kleine Mädchen, die ich schreiben gelehrt habe.

So eben setzt sich Dietcrich in Staat, um Hr. Maak auf-zusuchen.