len, wenn ich von hier wegginge. Unfern Boie soll ich in sei-nem Namen grüßen. Sag es ihm doch, und daß der fetteMann mir einmal schreibt. In Wandsbeck bin ich auch gewe-sen, Schimmelmann möchte ich — — sein, wollte ich sagen,aber da könnte ich hundert Dinge nicht lhun, die ich jetzt thue.Lebe wohl.
2-S.
London, den 30. Sept. 1774.
9^un endlich einmal einen Brief aus London. Am vergange-nen Sonntag Nachmittag um 3 Uhr habe ich England betreten,und Dienstags darauf Nachmittags um halb 5 meinen Einzugin London gehalten. Auf der See bin ich eigentlich nicht krankgewesen, allein bei dem großen Schwanken des Schiffes bekamich eine Appetitlosigkeit, die noch immer anhält und mich sehrmitnimmt, ich habe auch deßhalb gestern schon einen Doctorangenommen. Lord Boston ist 28 Meilen von hier auf demLande, es war aber mein Logis völlig bereit, und ich machteden Herrn im Hause einige Tage, gestern aber, weil ich dochauch im Hause Gesellschaft haben wollte, bin ich .auf Einladungdes Sir Francis nach dessen Hause gezogen, wo ich in derbesten Familie mit zwo der schönsten Frauenzimmer in Londonspeise, frühstücke und Thee trinke. Meine Reise war nicht die be-quemste. In Osnabrück ritt mich der Teufel, und ich blieb 14 Tageliegen. Durch Holland ging ich diesesmal sehr geschwind druck.
Ich habe schon Komödien in den beiden Komödienbäusern ge-sehen, in dem einen die Liebe auf dem Lande, aber nichtvon Weißen, sondern eine englische Liebe auf dem Lande, worin