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Ken wollte. Hier saß nun der Professor in Celle. Damalswußte er es freilich noch nicht gewiß, nachher erfuhr er aber,daß der Postillon ein ehrlicher Kerl gewesen war und ihn nichtetwa in Hildesheim, oder in Neustadt am Rübenberge, oder inWunstorf (denn alle diese Orter hätten es sein können) abge»setzt hatte. Am Thore, wo wir nach unfern Namen gefragtwurden, hatte Keiner so viel Vorsicht wieder zu fragen, ob die-ses Celle wäre. Ja was die Sache noch mehr verwirrte, wardieses, daß ich auf dem Posthause in Hannover mit keinerSylbe gesagt hatte, daß ich nach Celle wollte. Sondern 4Tage vorher halte ich meinem Bedienten befohlen, mir einenPlatz zu bestellen, und dieser harte die Ordre wieder au denHausknecht indossirt. Aus dieser Verlegenheit setzte mich auseinmal der Wirth, der mich fragte: wollen Sie auch vielleichtdir Königin von Dänemark speisen sehen? Mein Essen, dasbald darauf erschien, war reinlich und wohlschmeckend, und meinAppetit gut, so daß damals eine Vergleichung zwischen dem dä-nischen Throne und meinem cellischen Armsessel vermuthlich sehrzum Nachtheil des ersteru ausgefallen sein würde. Um 9 Uhrkam der Hausknecht, meiu Führer. An der Treppe, die sehr hellerleuchtet war, dachte ich bei mir selbst: Professor, was fürseltsame Tonjuncturen hat Dir nicht Dein Schicksal aufbehal-ten. In England stellte Dich ein König einem Glasschleifer vor,der armseliger als dieser Knecht dastand, und nun führt Dichein Hausknecht vor eine Königin, die unter allen jetzt lebendendie größten Artikel in der Geschichte bekommen wird. Nunstand ich vor dem Speisesaale, dessen Thüre halb offen und vondrei Soldaten bewacht war. Weil ich anfangs keine Zuschauersah, so wollte ich nicht hinein. Gehen Sie nur zu, sagte derHausknecht, gehen Sie nur getrost hinein, eine der Schildwa-