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bloß Deinetwegen meine Augen noch einmal mit dem Augen-wasser und unterhalte mich die kurze Zeit, die ich noch aufblei-ben darf, mit Christelchen und Dir. Aber ums Himmelswillen,Ihr Leute, Dich und Boie meine ich, (denn Christelchen konntees noch nicht wissen, als sie mir schrieb) warum bedauert michkeiner unter Euch nur mit einer Sylbe meiner armen Augenwegen? Thorheiten, und Worte mit Sternchen, und Verweiseohne Sternchen, ich meine welche gerade heraus, können siemir schreiben, arme Schwestern können sie auch wohl noch trö-sten, aber wenn sie einem armen Bruder einen Pfennig zuwer-fen sollen, da haben sie Nichts bei sich, die Sünder. Ich hoffe,Ihr werdet beiderseits diesen freundschaftlichen Verweis ohneMurren einstecken, widrigenfalls muß ich-Euch sagen, daß ichauch weiß, was Theologie ist, daß ich auch weiß, was Sprücheeinschärfen heißt, daß ich das geistliche spanische Rohr-so gut füh-ren und die Ketten der Finsterniß so gut über Euren verstocktenHäuptern schütteln kann, uls die hochwürdigsten Fäuste, die je eineBrust bekreuzt, oder eine Canzel bepaukt haben. Aber fahrtnur so fort, hört auf mitleidig gegen Eure guten Freunde zusein, da wird Euch, wie Hr. Dr. Leß bewiesen hat, der Teufelendlich reiten, daß Ihr auf Straßenräuberei oder Komödien-schreiberei verfallet, Wittwen und Waisen betrügt oder Epigram-mata schreibt, falsche Eide schwort oder bons mots macht undendlich mit den Lotterbuben Shakespear, Racine jund Lessingfrüh oder spät zum Teufel fahrt. Hier Muß ich ein GlasWasser trinken, um mein siedendes Blut Etwas zu kühlen. Ichtrinke es und lösche das Feuer, das an der Spitze von zweihmi-derttausend Preußen die Herzen ganzer Millionen der GothischciiSittenlehre hätte aufschließen können.
Heute ist nun der vierte Tag) daß ich meiner Augen wegen