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werden alle Tage enger. Ich glaube nicht, daß sie dieses Ge-dicht darunter bringen können. Und doch, Holls der Henkenldarf man so EtwaS nicht ungedruckt lassen, das uns AllenEhre machen kann. Ich dächte, er wagte es. Nimmt ja dochder Herr Jesus die Frau Schnips an; wie viel mehr sollte derDoctor Lest die Ballade annehmen, die unter der Maske desLeichtsinns eine sehr vortreffliche Moral lehrt. Nun das mußtDu dem Herrn Amtmann sagen, in meinem Namen, daß,wenn er sie bekannt macht, er wahrlich lieber die Zeiten ändernsoll, als eine Zeile darin!
An Dieterich '), auch dessen Frau.
1.
London, den INe» April 177».
Liebster Herr Gevatter!
^ür Ihr Gutsagen bin ich Ihnen unendlich verbunden , alseinem Freunde in der Roth, deren ich »och sehr wenige gehabthabe. Ich hoffe bald wieder zurück zu sein, weil ich meineRechnung nicht so finde wie ich glaubte, ohnerachtet ich so rechtlebe, was ein darmstädtischer Oberförster glückselig nennenwürde, und ich wünsche jeden fetten ehrlichen Mann, der aufEssen und Trinken reift, an meine Stelle. Mit einem Wort,ich lebe (wider meinen Willen, das ist das Schlimmste) recht
') Dieterich, Joh. Christian; Buchhändler in Göttingm; geb.17ZZ, Lichtenberg bewohnte einen Theil des Dietcrichschen Hauses. DasBand der engsten Freundschaft vereinigte sie und ihre Familien. Dic-terich überlebte seinen Freund nur bis zum Monat Juni 1800.