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O! fast hätte ich etwas vergessen. Wollten Sie nicht Ih-rem Malerischen Leben eine kurze Schilderung seines Gesichtsund Statur beifügen? Es ist noch Zeit, und ich will sie schon anden gehörigen Ort einschalten, das wird sehr viele Leute interessi-ren. Ich bitte Sic recht sehr darum.
2.
Göttingm, den Ivtcn April 17S5.
A^asSie, verehrungswürdiger Mann, von mir denken müssen,das darf und muß ich mir nicht vorstellen, wenn ich nicht dasÜbel, das der Grund meiner Vergehungen ist, sehr dadurchverschlimmern will. Es ist nicht Nachlässigkeit bei mir, wennich meine Versprechungen nicht erfülle, sondern, wenn ich ei-nige muntere Stunden habe, rechne ich gleich zuviel auf künf-tige Kräfte, die mich am Ende täuschen. Ich war so ernstlichentschlossen, Ihnen diesesmal einen eben nicht sehr kleinen sati-rische» Aufsatz zu schicken, daß ich wirklich Einiges, das freilichnoch sehr revidirt werden muß, davon fertig habe. Es ist einVorschlag und Plan zu einem komischen didaktischen Gedicht:die Bibliogenie oder die Entstehung der Bücherwelt. DasThema ist, wie Sie bei dem ersten Blick übersehen werden, sehrreich. Ich gebe darin den Inhalt jedes Gesanges an, auch dieVersarten. Es wird ferner vorgeschlagen, die Gesänge, damitdas Ganze so geschwind als möglich fertig werde, und doch alsNarionalwerk der Nation Ehre mache, unter die Dichter Deutsch-lands zu verlheilen. Damit aber Niemand glaube, ich wollebloß commandiren: so übernehme ich selbst einen Gesang, undzwar einen der wichtigsten, nämlich: das Maeulatur und