Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
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nicht verstatten die Feder anzusetzen, sind allein Ursache, daß ichEw. Wohlgeboren für mich so ehrenvolle Zuschrift erst jetzt be-antworte. Mich von einem Manne dargestellt zu sehen, dessengroße Talente ich schon so lange bewundert habe, und dessenunsterbliche Werke aus meinem Studierzimmer ein literarischesPantheon machen, worin ich bald diesen, bald jenen großenSchriftsteller verehre, aber in jedem wiederum besonders den un-sterblichen Künstler, dem sie dieses zweite Leben zu danke» ha-ben, hat mir eine Freude gemacht, die ich nicht auszudrückenvermag.

Allein, theuerster, verehrungswürdiger Mann, wie kommtein so unbedeutendes Geschöpf als ich zu dieser Ehre? WollenSie Ihr Vorhaben ausführen, so muß ich Alles zwar als einsehr großes, aber dabei durch Nichts in der Welt verdientesGeschenk ansehen. Wollen Sie aber einmal Männer durch Ih-ren Grabstichel verewigen, die bei dem besten Willen, Etwas zuthun, Iheils durch Kränklichkeit, thcils Lage in der Welt ver-hindert, Nichts gethan haben, so bitte ich gehorsamst um einPlätzchen in dem Tempel.

Es eristiren einige in Kupfer gestochene Porträts von mir,wovon aber keines viel taugt. Am besten hat mich, nicht aufmeine, sondern auf Herrn v. Sachs zu Gotha Veranlassung, derGothaische Hofmaler Specht in Pastell für das dortige Obser-vatorium gemalt. Es ist mir eine Copie davon versprochen wor-den, die ich aber noch nicht erhalten habe. Sollte sie noch kom-men, so will ich mir die Freiheit nehmen, sie Ew. Wohlgeborenwenigstens einmal vorzulegen.

Mit wahrer Hochachtung :c.