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Zur Armen sprach der Reiche;„Laß mich nur heut in Ruh.
Heut geb' ich mein jährliches GastmahlDen Herren vom großen Rath.
„Der Eine liebt Schildkrötensuppe,Der Andre Ananas,
Der Dritte ißt gern FasanenMit Trüffeln von Perigord.
„Der Vierte speist nur Seefisch,Der Fünfte verzehrt auch Lachs,Der Sechste, der frißt Alles,
Und trinkt noch mehr dazu."
Die arme, arme SchwesterGing hungrig wieder nach Haus;Sie warf sich auf den StrohsackUnd seufzte tief und starb.
Wir müssen alle sterben!
Des Todes Sense trifftAm End' den reichen Bruder,
Wie er die Schwester traf.
Und als der reiche BruderSein Stündlein kommen sah,Da schickt' er zum NotareUnd macht sein Testament.
Beträchtliche LegateBekam die Geistlichkeit,Die Schulanstalten, das großeMuseum für Zoologie.
Mit edlen Summen bedachteDer große Testator zumalDie JudenbekehrungsgesellschaftUnd das Taubstummen-Institut.
Er schenkte eine GlockeDem neuen Sanct-Stephansthurm;Die wiegt fünfhundert CentnerUnd ist vom besten Metall.