Die Sänger, im Himmel wie auf Erden,Sie wollen alle geschmeichelt werden —Der Wcltcapellenmeister hier oben.
Er selbst sogar, hört gerne lobenGleichfalls seine Werke, er hört es gernWenn man lobsinget Gott dem Herrn,Und seinem Preis und Ruhm ein PsalmErklingt im dicksten Wcihrauchqualm.
„Vergiß mich nicht. Wenn dir die PrachtDes Himmels einmal Langweile macht,So komm zu mir; dann spielen wir Karten,Ich kenne Spiele von allen Arten,Vom Lanzknecht bis zum König Pharo.Wir trinken auch — Doch Apropos!
Begegnet dir von UngefährDer liebe Gott, und fragt dich: woherDu seiest? so sage nicht aus Berlin,Sag' lieber aus München oder aus Wien."
11.
Die W a h l n er l ob t e n.
Du weinst und siehst mich an, und meinst,Daß du ob meinem Elend weinst —Du weißt nicht, Weib! dir selber giltDie Thrän', die deinem Aug' entquillt.
O, sage mir, ob nicht vielleichtZuweilen dein Gemiith bcschleichtDie Ahnung, die dir offenbart.Daß Schicksalswille uns gepaart?
Vereinigt, war uns Glück hienieden,
Getrennt, nur Untergang beschieden.
Im großen Buche stand geschrieben,Wir sollten uns einander lieben.
Dein Platz, er sollt' an meiner Brust sein,Hier wär' erwacht dein Selbstbewußtsein;