Die schöne Libelle lacht und spricht:„Holland und Brabant brauch' ich nicht.
Doch sputet Euch, Ihr Freier,
Und holt mir ein Fünkchen Feuer.
„Die Köchin kam in Wochen,
Muß selbst mein Süpplein kochen;
Die Kohlen des Herdes erloschen sind —
Holt mir ein Fünkchen Feuer geschwind."
Kaum hat die Falsche gesprochen das Wort,Die Käfer flatterten eilig fort.
Sie suchen Feuer, und lassen baldWeit hinter sich den Heimathwald.
Sie sehen Kerzenlicht, ich glaubeIn einer erleuchteten Gartenlaube;
Und die Verliebten, mit blindem MuthStürzen sie sich in die Kerzengluth.
Knisternd verzehrten die Flammen der KerzenDie Käfer und ihre liebenden Herzen;Die Einen büßten das Leben ein.
Die Andern nur die Flügelein.
O wehe dem Käfer, welchem verbranntDie Flügel sind! Im fremden LandMuß er wie ein Wurm am Boden kriechen.Mit feuchten Jnsecten, die häßlich riechen.
Die schlechte Gesellschaft, Hort man ihn klagen,Ist im Exil die schlimmste der Plagen.Wir müssen verkehren mit einer SchaarVon Ungeziefer, von Wanzen sogar,
Die uns behandeln als Kameraden,
Weil wir im selben Schmutze waten —
Drob klagte schon der Schüler Virgil's,Der Dichter der Hölle und des Exils.
Ich denke mit Gram an die bessere Zeit,Wo ich mit beflügelter HerrlichkeitIm Heimath-Acther gegaukelt,Aus Sonnenblumen geschaukelt,