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8.
Zum Lazarus.
1.
Laß die heil'gen Parabolen,
Laß die frommen Hypothesen —
Suche die verdammten FragenOhne Umschweif uns zu lösen.
Warum schleppt sich blutend, elend.Unter Kreuzlast der Gerechte,
Während glücklich als ein SiegerTrabt aus hohem Roß der Schlechte?
Woran liegt die Schuld? Ist etwaUnser Herr nicht ganz allmächtig?Oder treibt er selbst den Unfug?Ach, das wäre niederträchtig.
Also fragen wir beständig,
Bis man uns mit einer HandvollErde endlich stopft die Mäuler —
Aber ist das eine Antwort?
S.
Es hatte mein Haupt die schwarze FrauZärtlich an's Herz geschlossen;
Ach, meine Haare wurden grau.
Wo ihre Thränen geflossen.
Sie küßte mich lahm, sie küßte mich krank,Sie küßte mir blind die Augen;Das Mark aus meinem Rückgrat trankIhr Mund mit wildem Saugen.
Mein Leib ist jetzt ein Leichnam, worinDer Geist ist eingekerkert —
Manchmal wird ihm unwirsch zu Sinn,Er tobt und rast und bcrserkert.