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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
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Schätze heraus. Als nun der König wieder einmal das Gemach öffnete,wunderte er sich, die Gefäße von den Schätzen nicht voll zu sehen; wußte aberdoch Niemanden Schuld zu geben, da die Siegel (an der Thürc) unversehrtwaren, und das Gemach verschlossen. Doch als er bei zwei- und dreimaligemOeffncn die Schätze immer vermindert sah (denn die Diebe hörten nicht auszu plündern), da machte er's also. Er ließ Schlingen verfertigen und legtesie um die Gefäße her, worin die Schätze waren. Da nun die Diebe kamen,wie zuvor, und einer hineinschlllpfte und an ein Gefäß ging, wurde er sogleichin der Schlinge gefangen. So wie er aber seine Noth bemerkte, rief er so-gleich seinem Bruder, gab ihm die Sache zu erkennen, und hieß denselben eiligsthereinschlüpfen, und ihm den Kopf abschneiden, damit er nicht, sähe man ihnund fände. Wer er sei, denselben ebenfalls in's Verderben brächte. Demschien Das wohlgesproche», und er befolgte es wirklich, paßte dann den Steinwieder in die Fuge und ging nach Hause mit dem Kopf seines Bruders. Wiees nun Tag ward und der König in das Gemach trat, wurde er ganz betrof-fen durch den Anblick von dem Leibe des Diebs, der ohne Kopf in der Schlingestak, während das Gemach unbeschädigt war, ohne Eingang und ohne einSchlupfloch nach außen. In dieser Verlegenheit soll er es nun also gemachthaben. Er hing den Leichnam des Diebes an der Mauer aus und stellteWächter dazu, mit dem Befehl, falls sie Einen weinen oder wehklagen sähen.Den sollten sie ergreisen und zu ihm führen. Als nun der Leichnam aufge-hängt war, soll es seiner Mutter arg gewesen sein. Sie sprach mit ihremübriggebliebenen Sohne und gebot ihm, es zu veranstalten, wie er nur könne,daß er den Leib seines Bruders herunterkriege; und, wenn er das unterlassenwollte, drohte sie ihm, zum Könige zu gehen und anzuzeigen, daß er die Schätzehabe. Als sich nun die Mutter so hart anließ gegen den übriggebliebenenSohn, und Alles, was er ihr sagte, vergeblich war, soll er folgenden Kunst-griff angewandt haben. Er schirrte Esel an, legte ihnen Schläuche voll Weinauf und trieb alsdann die Esel vor sich her; und als er an die Wache des aus-gehängten Tobten kam, so zog er drei oder vier aufgebundene Zipfel derSchläuche aus. Als nun der Wein auslief, schlug er sich vor den Kopf mitlautem Geschrei, als wisse er nicht, zu welchem Esel er sich zuerst wenden solle.Die Wächter aber sahen nicht sobald die Menge Wein, die auslief, als sie !sämmtlich mit Gefäßen in den Weg rannten, und den ausfließenden Weinals gute Beute einsammelten; worüber er sich zornig stellte und Alle ausschalt.Da ihm aber die Wächter zuredeten, stellte er sich als werde er allmählig ruhi-ger und sein Zom lasse nach; und zuletzt trieb er die Esel aus dem Wege undschirrte sie zurecht. Wie nun ein Wort das andere gab, auch Der und Jenerseinen Spaß mit ihm hatte, und ihn zum Lachen brachte, gab er ihnen nocheinen Schlauch dazu; und jetzt beschlossen sie, an Ort und Stelle sich zum