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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
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Sie war keine Chatclaine,

Die im Blüthenschmuck der Jugend

Bei Turniren präsidirte

Und den Lorbeerkranz ertheilte

Keine KußrechtscasuistinWar sie, keine Doktrinärrin,Die im SpruchcollegiumEines Minnehofs dozirte

Jene, die der Rabbi liebte.

War ein traurig armes Liebchen,Der Zerstörung Jammerbildniß,Und sie hieß Jerusalem.

Schon in frühen KindestagenWar sie seine ganze Liebe;

Sein Gemüche machte bebenSchon das Wort Jerusalem.

Purpurflamme auf der WangeStand der Knabe, und er horchteWenn ein Pilger nach ToledoKam aus fernem Morgenlande

Und erzählte: wie verödetUnd verunreint jetzt die Stätte,Wo am Boden noch die Lichtspur,Von dem Fuße der Propheten

Wo die Lust noch balsamiretVon dem ew'gcn Odem GottesO des Jammeranblicks! riefEinst ein Pilger, dessen Bart

Silberweiß hinabfloß, währendSich das Barthaar an der SpitzeWieder schwärzte und es aussah.Als ob sich der Bart verjunge

Ein gar wunderlicher PilgerMocht' es sein, die Augen lugtenWie aus tausendjähr'gem TrübsinnUnd er seufzt':Jerusalem!