Hier am untern End der TafelWar ein leerer Platz gcbliedcn;Eines Gast's von hohem RangeSchien der goldne Stuhl zu harren.
Don Fredrego war der Gast,
Dem der goldne Stuhl bestimmt war —Doch er kam nicht — ach, wir wissenJetzt den Grund der Zögerung.
Ach, zur selben Stunde wurdeSie vollbracht, die dunkle Unthat,Und der arglos junge HeldWurde von Don Pedro's Schergen
Hinterlistig überfallen,Und gebunden fortgeschlepptIn ein ödes Schloßgewölbe,Nur von Fackelschein beleuchtet.
Dorten standen Henkersknechte,Dortcn stand der rothe Meister,Der gestützt auf seinem Richtbeil,Mit schwermüth'ger Miene sprach:
Jetzt, Großmeister von San Jago,Müßt Ihr Euch zum Tod bereiten.Eine Viertelstunde seiEuch bewilligt zum Gebete.
Don Fredrego kniete nieder,
Betete mit frommer Ruhe,
Sprach sodann: ich Hab' vollendet,Und empfing den Todesstreich.
In demselben Augenblicke,
Als der Kopf zu Boden rollte.Sprang drauf zu der treue Allan,Welcher unbemerkt gefolgt war.
Er erfaßte, mit den Zähnen,Bei dem Lockenhaar das Haupt,Und mit dieser thcucrn BeuteSchoß er zauberschnell von bannen.