— 183 —
Als des Königs liebste KebsinSolche harte Reden hörte.
Stürzte sie aus ihrer SänfteUnd umhalste den Gebieter.
„Boabdil ei Chico," sprach sie,„Tröste dich, mein Heißgeliebter,Aus dem Abgrund deines ElendsBlüht herbor ein schöner Lorbeer.
„Nicht allein der Triumphator,
Nicht allein der sieggekrönteGünstling jener blinden Göttin,
Auch der blut'ge Sohn des Unglücks,
„Auch der heldenmüth'gc Kämpfer,Der dem ungeheuren SchicksalUnterlag, wird ewig lebenIn der Menschen Angedenken."
„Berg des letzten Möhrcnscufzcrs"Heißt bis aus den hcut'gen TagJene Höhe, wo der KönigSah zum letzten Mal Granada.
Lieblich hat die Zeit erfüllet.
Seiner Liebsten Prophezeiung,Und des Mohrenkvnigs NameWard verherrlicht und gefeiert.
Nimmer wird sein Ruhm verhallen.Ehe nicht die letzte SaiteSchnarrend losspringt von der letztenAndalusischen Guitarre.
Gcoffroy Nudöf und Moli fände von Tripoli.
In dem Schlosse Blay erblickt manDie Tapete an den Wänden,
So die Gräfin TripolisEinst gestickt mit klugen Händen.