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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
Entstehung
Seite
159
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Die dritte Dam' und die vierte Dam'Kniren und uicderknieenVor Ihrer Majestät, um IhrDie Strumpfe anzuziehen.

Ein Ehrenfräulein kommt und knixtUnd bringt das Morgenjäckchen;Ein andres Fräulein knixt und bringtDer Königin Untcrröckchen.

Die Oberhofmcistcrin steht dabei,Sic fächert die Brust, die weiße.

Und in Ermanglung eines KopfsLächelt sie mit dem Steiße.

Wohb durch die verhängten Fenster wirftDie Sonne neugierige Blicke,

Doch wie sie gewahrt den alten Spuk,Prallt sie erschrocken zurücke.

Im diistern Auge keine Thräne,

Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:Deutschland, wir weben dein Leichentuch,Wir weben hinein den dreifachen FluchWir weben, wir weben!

Ein Fluch dem Gottc, zu dem wir gebetenIn Winterskälte und Hungersnöthen;Wir haben vergebens gehofft und geharrt.Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrtWir weben, wir weben!

Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,Den unser Elend nicht konnte erweichen,Der den letzten Groschen von uns erpreßt.Und uns wie Hunde erschießen läßtWir weben, wir weben!