Druckschrift 
4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
Entstehung
Seite
79
Einzelbild herunterladen
 

79

Dort in einer düstren Stcinschlucht,Die umwachsen von dem BuschwerkWilder Tannen, tief verborgen.

Liegt die Höhle Atta Trolls.

Dort, im Schooße der Familie,

Ruht er aus von den StrapazenSeiner Flucht und von der MühsalSeiner Völkcrschau und Weltfahrt.

Süßes Wiedersehn! Die, JungenFand er in der theuren Hohle,

Wo er sie gezeugt mit Mumma;Söhne vier und Töchter zwei.

Wohlgeleckte Bärenjungfrau'n,

Blond von Haar, wie Pred'gerstöchter;Braun die Buben, nur der JüngsteMit dem einz'gen Ohr ist schwarz.

Dieser Jüngste war das HerzblattSeiner Mutter, die ihm spielendAbgebissen einst das Ohr;

Und sie fraß es auf vor Liebe.

Ist ein genialer Jüngling,Für Gymnastik sehr begabt.

Und er schlägt die PurzelbäumeWie der Turnkunstmeister Maßman.

Blüthe autochthoner Bildung,

Liebt er nur die Muttersprache,

Lernte nimmer den JargonDes Hellenen und des Römlings.

Frisch und frei und fromm und fröhlich,Ist verhaßt ihm alle Seife,

Luxus des modernen Waschens,Wie dem Turnkunstmeister Maßman.

Am genialsten ist der Jüngling,

Wenn er klettert auf dem Baume,Der, entlang der steilsten Felswand,Aus der tiefen Schlucht emporsteigt