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O thörichter Wahn! Vergebens wirdGeschüttelt der Klingelbeutel,
Gebettelt bei Ketzern und Juden sogar;Ist alles fruchtlos und eitel.
Vergebens wird der große Franz LißtZum Besten des Doms musiziren,Und ein talentvoller König wirdVergebens deklamircn!
Er wird nicht vollendet, der Cöllncr Dom,Obgleich die Narren in SchwabenZu seinem Fortbau ein ganzes SchiffVoll Steine gesendet haben.
Er wird nicht vollendet trotz allem GeschreiDer Raben und der Eulen,Die altcrthiimlich gesinnt, so gernIn hohen Kirchthürmcn weilen.
Ja, kommen wird die Zeit sogarWo man, statt ihn zu vollenden,Die inneren Räume zu einem StallFür Pferde wird verwenden.
„Und wird der Dom ein Pferdestall,Was sollen wir dann beginnenMit den heil'gcn drei Kön'gen, die da ruhnIm Tabernakel da drinnen?"
So höre ich fragen. Doch brauchen wir unsIn unserer Zeit zu genircn?
Die heil'gen drei Kön'ge aus Morgenland,Sie können wo anders logiren.
Folgt meinem Rath und steckt sie hineinIn jene drei Körbe von Eisen,
Die hoch zu Münster hängen am Thurm,Der Sankt Lamberti geheißen.
Der Schneidcrkönig saß darinMit seinen beiden Räthcn,
Wir aber benutzen die Körbe jetztFür andre Majestäten»