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Fragmente und Aphorismen
Entstehung
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. '- bluten sie dennoch, und schmerzen dennoch! Ssist ein seltsames Martyrtbnm, das solche Sieger^ " in unseren Tagen erdulden, es ist nickt abgethan' mit einem kühnen Bekenntnisse, wie in früherenZeiten, wo die Blutzeugen ein rasche« Schafottfanden oder den jubelnden Holzstoß. Das Wesendes MartyrtbnmS, alles Irdische aufzuopfern für-den himmlischen Späh, ist noch immer dasselbe;aber es bat viel verloren von seiner innern Klau-denswürbigkeit. es wurde mehr ein resignirende«- Ausdauern, ein behairliches Ueberdulden. ein le-" benslängliches Streben, und da geschieht es sogar,! daß in grauen kalte» Stunden auch die heiligstenMärtyrer vom Zweifel beschlichen werden. Esgibt nichts Entsetzlicheres, als jene Stunden, wo--ein Marcus Brutus zu zweifeln begann an derWirklichkeit der Tugend, für die er alle» geopfert!», Und ach! jener war ein Römer und lebte in derBlüthenzeit der Stoa; wir aber find modern wei-, cheren Stoffes, und dazu sehen wir noch das Ge--.beiden einer Philosophie, die aller Begeisterungnur eine relative Bedeutung zuspricht, und siesomit in sich selbst vernichtet, oder sie allenfallszu einer selbstbewußten Douqffxotterie neutralistrt!

Die kühlen und klugen Philosophen! Wie mit-leidig lächeln sie herab auf die Selbstquälereitnund Wahnsinnigkeiten eines armen Don Quixotte,und in all ihrer Schulweisheit merken sie nicht,daß jene Donquixotterie dennoch das Preisens-»ertheste des Lebens, ja das Leben selbst ist, und