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Rolle.
Rolle.
Scheibe; Trochleci; Poulie ; Pulley.
Die Rolle ist nach den altern Geometern eine der sechseinfachen Maschinen oder mechanischen Potenzen. Sie bestehtaus einer (meistens hölzernen oder metallenen) kreisrundenFig.Scheibe Ä DB, die um eine durch ihren Mittelpunctr gesteckte"°^‘Axe drehbar und an ihrem aufsern Rande mit einer vertieftenRinne zur Aufnahme des Seils versehn ist. Die Axe heifstauch Bolzen ( goujon, tourtillon ) und ist zuweilen durch zweiLöcher an beiden Enden einer Hülse gesteckt, die vermittelsteines Hakens aufgehängt wird.
Ueber die Rolle wird ein Seil seiest, welches wesen derRänder der Rinne nicht abgleiten kann und an dessen beidenEnden die Kräfte K und L wirken, welche die Rolle, jedenach ihrer Seite hin, umzudrehn streben, so dafs sich dreiPuncte denken lassen, ein fester in C und zwei nach entse-
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gengesetzten Seiten bewegte A und B, wonach also die Rollezum Hebel gehört und für den Zustand des GleichgewichtsCA X K = CB XL seyn mufs. Das Seil aber mag eineRichtung in der Ebene der Rolle haben, welche es wolle, alsowenn dieselbe auch aus AK in DK übergeht, so bildet esallezeit eine Tangente an der Peripherie der Rolle im Angriffs-puncte, und demnach ist die Entfernung vom Ruhepuncte stetsgleich, weswegen denn für den Zustand des Gleichgewichtsauch beide Kräfte unter sich gleich seyn müssen.
Man unterscheidet in der Mechanik die unbewegliche unddie bewegliche Rolle. Die erstere, die unbewegliche , festeoder einfache Rolle (poulie fixe') , die eben beschriebene, giebtkeinen mechanischen Effect, insofern sich das Verhältnifs zwi-schen Kraft und Last an ihr nicht verändern läfst, vielmehrvermindert sie die Kraft stets genau um soviel, als der Rei-bungscoefficient beträgt, wenn Bewegung erzeugt werden soll,und ihr Nutzen besteht also blofs darin, dafs sie die Rich-tung der Kraft zu ändern und bequemer zu machen gestattet.Sollen nämlich Lasten gehoben werden , so wird die Kraft derMenschen am vortheilhaftesten in vertical herabeehender Rieh-
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tung, die der Pferde in horizontaler angewandt, und selbst
man in Hachette Traitd elem. des Machines und in Gerstner’s Hand-buch d. Mechanik Th. II.