Druckschrift 
7,2 (1834) Po - R
Entstehung
Seite
1433
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Praktische B em erklingen. 1433

aus Stein gehauene Spunde erforderlich, in deren Seiten dieEnden zweier Röhren eingelassen werden und bis an einevon oben herab eingehauene Oeffnung reichen, die auf ähnli-che Weise durch einen hölzernen Zapfen verschlossen wird.In der Regel sind die Spunde mit einem verticalen ausge-mauerten Canale nach Art eines Schornsteins umgeben, denman oben mit einem steinernen Kranze versieht, durch eineneichenen Deckel verschliefst und zugleich als Nothbrunnenfür Feuersgefahr einrichten kann. Hölzerne Täuchel lassensich überall anbohren; auch kann man an beliebigen Stelleneine Oeffnung einhauen und wieder verspunden, weswegensie der genannten Vorrichtungen nicht bedürfen.

4) Selten ist das Wasser so rein, dafs es nicht feineTheile Sand, Kalk oder sonstige Substanzen mit sich führensollte, welche die Hahnen verderben und sich an den tief-sten Stellen der Leitungen auf eine unangenehme Weise an-liäufen. Um diese auszuscheiden und fortzuschaffen bringtman Reinigungskasten an , die erforderlich geräumig und tiefsind, um die niederfallenden Theile aufzusammeln und durcheine nahe über ihrem Boden angebrachte Oeffnung ausfliefsenzu lassen. Auch diese werden bei den eisernen Röhren vondem nämlichen Metalle, bei den thönernen aus Stein verfer-tigt und können auch in beiden Fällen oben mit einer crö-

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fsern Oeffnung versehn seyn, die mit einer festgeschraubtenStein- oder Eisenplatte verschlossen und geöffnet wird, wennman an diesen Stellen bequem zu den Röhrenöffnungen ge-langen will, wobei sich von selbst versteht, dafs auch diesedurch einen verticalen ausgemauerten Canal zugänglich seynmüssen.

Manche specielle Einrichtungen bei den Röhrenleitungengehn aus ihren Eigenthümlichkeiten oder den besondern Ab-sichten hervor, die man zu erreichen wünscht, zu deren Er-zielung übrigens die Bekanntschaft mit den physikalischen Ge-setzen bei vorhandenem technischem Talente ausreichen, diegenauere Kenntnifs der gröfsern und berühmtem Anlagenaber, wie die Wasserleitungen zu London, zu Paris und inandern grofsen Städten, desgleichen diejenigen, welche grofseFontainen und Wasserkünste speisen, erfordert ein tieferesund gründlicheres Studium 1 . M,

1 Vieles hierüber, nebst einer Nachweisung der Quellen findet