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R ö h r e.
magerste Kalk die geringste Menge von Trafs erfordert, einweiterer Zusatz von Sand aber mindestens nicht nützlich ist,wovon mich eigene Versuche gleichfalls überzeugt haben; in-zwischen darf man dem Gewichte nach 1 Th. gelöschtenKalk von der Consistenz der Butter und 2 Th. Trafspulverals ein genähert richtiges Verhältnis betrachten. Sehr we-sentlich ist dann aber eine innige Mengung beider Theile un-mittelbar vor dem Gebrauche, weil die Masse selbst nach ei-nigen Stunden schon beträchtlich zu erhärten anfängt, nach12 bis 24 Stunden aber schon gänzlich unbrauchbar ist undselbst unter Wasser, wenn dieses den Kalk nicht mehr auf-löst, steinhart wird. Deswegen mufs der Kalk erst mit Was-ser bis zur Dünnflüssigkeit der Buttermilch angemacht, dannder Trafs zugesetzt und die Masse so durchgearbeitet wer-den, dafs das Ganze einen zähen, aber immer dem Druckeleicht weichenden Brei abgiebt. Hiermit werden die Röhren-enden und die innern Wandungen der Köpfe, beide vorhergenetzt, bestrichen, die Enden eingedrückt, bis sie den Bo-den des Kopfs berühren, dann wird der herausgequolleneKitt stark in die Fugen gedrückt, was mit Hülfe eines geeig-neten Werkzeugs und mit den Fingern, die zur Verhütungdes fressenden Einflusses von frischem Kalke durch Fland-Schuhe geschützt werden müssen, geschieht, zuweilen wirdüber den Kitt noch ein thönerner Ring geschoben, welcherauf der Röhre verschiebbar mit dem Rande des Kopfs in Be-rührung gebracht oder gar etwas über ihn fassend den Kittfestdrückt 1 . Eine mindestens nicht überflüssige und auf je-den Fall sehr sichernde Vorsichtsregel endlich ist, vor demEinstecken einer folgenden Röhre in die vorhergehende einenPutzen Werg an einer starken Schnur zu stecken und diesennach dem Einstecken und Andrücken des Kittes durch dasfolgende Rohr zu zieho, um von Innen den Kitt stark anzu-drücken und ztt verhüten, dafs kein innerer Ring von Trafs-
1 Solcher über die Fugen geschobener Ringe bedient man sichauch, wenn ein Täuchel schadhaft geworden ist und herausgenom-lnen werden mufs. In diesem Falle wird der schadhafte zerschlagen,das Fnde desselben nebst dem Trafs aus dem Kopfe des vorherge-henden vorsichtig durch einen Meifsel ansgehauen und ein neuer, inder Mitte durchgesägter, eingezogen, dessen beide Stücke vermittelsteines solchen übergescliobeuen Rings verkittet werden.