Praktische Bemerkun
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um die Enden der Röhren, wie Wachs, gelegt und nach demEinstecken fest zwischen die Fugen gedrückt, wobei es vor-theilhaft ist, vor dem Einlassen des Wassers einige Tage die Luftdarauf einwirken zu lassen. G. Meyer . 1 giebt folgenden vonHancock gebrauchten Kitt an. Es werden 2 ff Wachs,2,5 ff Leinöl, 12 ff weifses Pech, 18 ff schwarzes Pech und1 ff Talg zusammengeschmolzen und vor dem Gebrauche16 ff Gyps oder zerfallener Kalk zugesetzt; eine grüfsere Ela-»sticität kann aber noch durch das Hinzuthun von 2 ff in 5Quart Terpentinöl aufgelöstes Eederharz erreicht werden ; al-»lein letzterer Zusatz ist zu kostbar und ohne diesen der Kittzu sehr einer Zerstörung durch Wasser unterworfen. Un-gleich besser ist dagegen eine von jenem empfohlene Mi-schung, nämlich 6 ff Steinkohlentheer bis zur Llälfte einge-dickt, 1 ff Schwefel und -j ff Unschlitt, wozu man kurz vordem Gebrauche noch 2 ff Quarzmehl oder Schwerspathpulversetzt. Unter allen diesen ist der durch Leui?old ancecebeneentschieden der beste, und der eben für eiserne Röhrenempfohlene der wohlfeilste bei hinlänglicher Dauerhaftigkeit,obgleich alle fette Kitte mit der Zeit in der Erde zerstörtwerden.
Vermuthlich bedienten sich die Römer zu ihren unzer-*störbaren Wasserleitungen eines Mörtels, welcher aus Kalkdurch Zusatz eines vulcanischen Products, namentlich derTuzzolane, bereitet war; seitdem haben Erfahrungen an Cister-nen, wasserdichten Kellergewölben und sonstigen Wasser-bauten darcethan , dafs der ächte rheinische oder holländischeTrafs mit Kalk gleichfalls ein durch den Einflufs des Was-sers unzerstörbares Bindemittel liefert, dessen man sich dahermit grofsem Vortheil auch bei thönernen Wasserleitungen be-dienen kann 2 . Das Mischungsverhältnis beider Bestandtheileist nach vielfachen Froben sachkundiger Baumeister nach derBeschaffenheit des Kalks verschieden, indem allgemein der
1 Beschreibung und Abbildung der neuesten Erfindungen undVerbesserungen in Betreff der Wasserleitungsrölireu u, s. \v, Leipz.
1831. 8. S. 6. 33.
2 Ueber Mörtelbereitung mit Trafs vergl, Sgakzin Grundsätzeder Strafsen-, Brüclcen-, Canal- und Ilal'enbaukunde. D. Ueb. lie-gensb. 1832. 8. S, 113 ff.