Druckschrift 
7,2 (1834) Po - R
Entstehung
Seite
1431
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Pxaktisclio Bemerku

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kitt gebildet werde, welcher sonst erhärten und den Durch-I gang des Wassers zum Theil oder ganz verhindern würde,j Die auf solche Weise gefertigten thönernen Leitungen könnensofort mit Erde, selbst mit sehr feuchter, bedeckt werden,

! indem der Trafskitt auch dann erhärtet; man kann sie aber

1 zum allmäligen Erhärten erst einige Tage offen lassen, dann

j müssen die Hokren aber täglich zweimal und bei stärkerer

J Wärme und Trocknifs bis sechsmal täglich vermittelst einer

, Giefskanne mit Wasser bespritzt werden, weil sonst der

I Trafskitt leicht rissig wird; mit dem Anlassen des Wassers

i mufs man jedoch nach dem Verhältnisse der gröfsern oder ge-

1 ringern Druckhöhe 14 Tage bis 3 Monate warten, während

welcher Zeit die Leitung in feuchter Erde liegt und es sogar; vortlieilhaft ist, nach dem Verlaufe der ersten etwa 4 Tage

| und dann wiederholt in ungefähr gleichen Zwischenräumen

i Wasser, jedoch ohne bedeutenden, drei bis vier Fufs nicht

i übersteigenden Drück hindurchlliefsen zu lassen.

Bei der Anlegung der llührenleitungen kommen .nocheinige Gegenstände in Betrachtung, die um so mehr beach-tet werden müssen, je gröfser solche Anlagen sind. Dahingehört

1) eine genügende Prüfung der Stärke der anzuwenden-den Röhren. Diese wird jedoch nur dann erfordert) wennder Druck so bedeutend ist, dafs man durch ein blofses Nach-

| sehn derselben nicht zur Uebefzeugung ihrer Haltbarkeit ge-| langen kann, sondern durch das Probiren der Stärke jeder:/ einzelnen von der Abwesenheit schädlicher Fehlstellen ver-1 sichert seyn mufs. Das Probiren der eisernen Röhren, bei| denen es vorzüglich nüthig ist, geschieht in der Regel gleichin den Eisenwerken, um die unbrauchbaren nicht zurückzu-I erhalten, mit einer aufgesetzten Presse, und allezeit bis zueinem höliern Drucke, als welchen dieselben künftig auszu-halten haben.

2) Aus dem Wasser entwickelt sich allezeit Luft 1 , diesich in den Krümmungen der Röhrenleitungen ansammelt unddas Wasser am Fliefsen hindert. Ist es daher nöthig, dafsdie Menge des geleiteten Wassers nicht vermindert werde,so mufs man diese Luft an den hohem Stellen durch ge-

1 Ycrgl. Quellen S. 1070.