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Röhr e,
wegen der eigenthiimlichen Beschaffenheit des Kalks in feuchterKrde nicht gut erhärtet, ist es räthlich, demselben etwasTrafspulver zuzusetzen oder, wenn diese Substanz mangelt,den Kalk statt des Wassers mit einer Auflösung von Eisen-vitriol zu löschen, wodurch man nach dem Vorschläge vonPheciitl 1 und bereits im Grofsen angestellten Versuchen nachBeimischung von feinem Sande einen sehr guten wasserdich-ten Mörtel erhält.
Zur Verkittung der Fugen nimmt man bei solchen Lei-tungen, in denen das Wasser ohne merklichen Druck fort-
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iliefst, blofs guten, durch Wasser gar nicht oder nur weniganflöslichen Mauermörtel; sobald aber ein etwa drei bis vierFufs erreichender Druck vorhanden ist, mufs man auf einbesseres Bindemittel um so mehr bedacht seyn, als man einelängere Dauer der Anlage beabsichtigt. In den meisten Fäl-len wird neuerdings ein fetter Kitt angewandt, dessen Be-standtheile zwar der Qualität und Quantität nach verschie-den, im Wesentlichen aber dieselben sind, die ich oben fürdas Verkitten der eisernen angegeben habe. Leupoi.d 2 em-pfiehlt naoli de Serres einen Kitt, welcher aus zerlassenemTech zu 2 Theilen und einem gesiebten Pulver zu 1 Theile be-steht, denen man noch etwas Nufsöl oder Leinöl oder Un-schlitt zusetzt und dann die Bestandtheile gut untereinanderrührt. Das Pulver wird aus gleichen Theilen Bolus, feinemFlul'ssand, Glas und Eisenschlacken und so viel Ziegelmehl,als diese zusammen betragen, in Gestalt einer feinen gleich-mäfsigen Mengung bereitet; das Ganze wird in Wasser ge-gossen , worin der erweichte und zähflüssige Kitt sogleich er-härtet, den man in Stücke zerschlägt, für den Gebrauch wie-der schmelzt und auf die erwärmten Röhren aufträgt. Einanderer von demselben vorgeschlagener kalter Kitt besteht ausdem genannten Pulver, das man mit Nufsöl oder Leinölziemlich dünn anmacht, etwas zerschnittenen Werg und einwenig Unschlitt, dann aber so viel an der Luft zerfallenendurchgesiebten Kalk zusetzt, bis die Masse sich nicht mehran das Röhrholz und an die Finger anlegt. Dieser Kitt wird
1 Jahrbücher des Wiener polytecltn. Instituts. Th. II. S. S58.Hei mangelndem Trafs leistet auch Gement sehr gute Dienste.
2 Theat. mach, hydrut. p. 77-