Druckschrift 
7,2 (1834) Po - R
Entstehung
Seite
1001
Einzelbild herunterladen
 

1001

L u f t p y r o m e t e r.

gegengesetzter, das Resultat vergrößernder Fehler entstehtdurch die Ausdehnung der in der Röhre enthaltenen Luft.])a letzterer leicht als bedeutend erscheinen könnte, so wirdes riithlich seyn, das Maximum desselben zn bestimmen, wel-ches dann statt finden würde, wenn die Luft in der ganzenLänge desselben auf gleiche Weise, als die in der Kugel,ausgedeht würde, was jedoch unmöglich ist. Wird die Oelf-nung im Rohre wirklich so eng gemacht, dafs ein Iferde-haar nicht willig oder überhaupt nicht hineinzubringen ist, sobeträgt der Diameter nach Messungen nahe genau 0,03 Lin.,also der Halbmesser 0,015 Linien, und wenn dann die Längedesselben überflüssig zu 5 Fufs angenommen wird , so beträgtder ganze Kubikinhalt nicht mehr als 0,015 2 n . 720 = 0,5434Kub. Linien , welches gegen den Kubikinhalt der Kugel zueinem Kubikzolle oder 1728 Kubiklinien noch kein Dreitau-sendstel beträgt. Wenn man jedoch überlegt, dafs die ange-nommene Erhitzung aufser dem Bereiche der Möglichkeit liegt,aufsordem aber die beiden genannten Fehler einander entge-gengesetzt sind, so ergiebt sich deutlich, dafs bei genügendsorgfältiger Ausführung man selbst bei den höchsten Hitze-graden kaum um einen einzigen Grad der hunderttheiligenScale fehlen könne. Hieraus ergiebt sich aber zugleich dieNothwendigkeit, die Röhre so eng zu machen, und man be-greift bald die Ursache, weswegen es unmöglich ist, einigeeingedrnngene Feuchtigkeit anders als durch Ausglühen fortzuschaflen; zugleich aber wird vorausgesetzt, dafs der zumMessen dienende Körper in der Hitze seine Form nicht ver-ändere, mithin die erforderliche Metallstärke habe, und na-mentlich im Zustande einiger Erweichung durch Flitze gegenaufsern Druck hinlänglich geschützt sey.

Die bei diesem Apparate zum Grunde liegende Idee istmit einiger Veränderung auf eine sehr sinnreiche Weise durchPouit.let zur Construction eines Luftpyrometers benutzt worden,vermittelst dessen man allerdings bei gehöriger Genauigkeit des

o o o o

Experimentirens sehr genügende Resultate erhalten kann. Auchletzteres ist nirgend vollständig beschrieben und man findetblofs oberflächliche Angaben darüber 1 , inzwischen habe ichdasselbe im Conserualaire des Arts cet, zu Paris gesehn und

1 Z. B. im Jonrn. de Pharmacie.