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7,2 (1834) Po - R
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Polarisation des Lichts.

dagegen fand Brewster homogenes Licht selbst beim Diamantunter dem richtigen Winkel vollkommen polarisirt 1 . Die er-steren Versuche hat auch Herschel wiederholt und man kannsich selbst leicht von ihrer Richtigkeit überzeugen.

Die Menge des bei dem Winkel der vollkommensten Pola-risirung unpolarisirt bleibenden Lichtes ist gröfser bei Körpern,welche das Licht stark brechen und stark zerstreuen. Die starkeFarbenzerstreuung verursacht nämlich, dafs eine verhältnifs-mäfsiff kleine Menge von Licht aus der Mitte der Farbenreihebei der zweiten Reflexion völlig der Zurückwerfung entzogenwird, wogegen die, so bedeutend andere Polarisationswinkelfordernden, blauen und rothen Strahlen in erheblicher Mengezurückgeworfen werden. Dieses beträgt am meisten bei Sub-stanzen, bei denen die Brechung stark ist, weil da der Polari-sationswinkel grofs ist und der einen kleinern Winkel mit derOberfläche machende Strahl eine greisere Menge reflectirtenLichts giebt. Die Erfahrung zeigt auch, wie Brewster be-merkt, dafs bei dem Diamant und andern das Licht stark bre-chenden Körpern der zweite Spiegel, selbst bei der richtigstenStellung beider, stets noch viele Lichtstrahlen zurückwirft, wenndas auffallende Licht weifses Licht war.

15- Aufser diesem einen Grunde, warum der polarisirteStrahl bei der zweiten Zurückwerfung unter dem richtigen Win-kel nicht ganz und gar verschwindet, kommt noch ein zweiterin Betrachtung, dafs nämlich von jeder spiegelnden Oberflächedoch einige als zerstreutes Licht zurückgeworfene Lichtstrahlenausgehn und dafs diese unpolarisirt bleiben, also auch amzweiten Spiegel sich der Zurückstrahlung nicht entziehn. Ausdiesem Grunde erscheinen Körper, die polirt sind, aber dochviel zerstreutes Licht zurückwerfen, unter dem gehörigen Win-kel angewandt, zwar als ihres Spiegelglanzes beraubt 2 , aberdoch als hell in der ihnen eigenthümlichen Farbe, und es istdieses ein bequemes Mittel, um die Farbe eines Körpers unge-mischt und befreit von dem weilsen Lichte zu erhalten, das sichsonst durch blofse Spiegelung beimischt 3 .

1 Phil. Tr. 1815. 131.156. Biot Traite T. IV. p. 292. Airy glaubt,dieses sey nicht völlig der Fall. Philos. Magaz. January 1833. p.29.

2 Geglättetes Papier ungefähr für den Einfallswinkel 58°.

3 Biot Traite' u. s. \v. T. IV. p. 339.

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