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2 (1861)
Entstehung
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grobes holzschnittartiges Ansehen geben, damitihr höchst poetischer Stoff desto mehr contrastiremit der schlichten, kunstlosen Form. Dasselbe istder Fall bei den meisten Minneliedcrn. Wirhaben schon oben bemerkt, daß diese nicht dieglänzendste Parthie des Buches genannt werdendürfte. Der Hr. Verf. befolgt nicht immer seineeigenen Worte:

„Phantasie, die schäumend wilde,

Ist des Minnesängers Pferd,

Und die Kunst dient ihm zum Schilde,

Und das Wort das ist sein Schwert." (S. 93.)

Wir haben ebenfalls schon bemerkt, daß dieVolkslieder, die unter der Rubrik Romanzenstehen, im ächten Volkstone geschrieben sind.Unter den eigentlichen Romanzen finden wir den«Don Ramirc", so großartig und keck er auchin der Anlage ist, in der Form sehr flüchtig ge-arbeitet. Erst in den Sonetten und in einigenkleinen Liedern zeigt sich der Verf. als vollendeterMetriker; hier sehen wir Spuren der Schlegelschen