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bringen. Dieses innere Leben ist aber blos einpoetischer Wiederschein seines äußern Lebens, dasder Dichter, mit einer seltenen Kraft, in denFresko-Sonetten darstellt. Letztere sind nicht sopoetisch wie die Traumbilder, aber sie sind weitpikanter. In den Traumbildern sehen wir einenNachtwandler, der mit somnambüler Klarheit dieGeheimnisse des Lebens anschaut. In den Fresko-Sonetten sehen wir einen wachen Mann, der,vollen Bewußtseins, mit scharfen Augen in'sMenschentreiben und in die eigne kranke Brusthineinschaut.
Was die Form der Heine'schen Gedichte be-trifft, so wollen wir uns nicht zu pedantischerShlbenstecherei herablassen, und wir wollen unsbloS einige kurz zusammengefaßte Bemerkungenerlauben. Die Form der meisten Traumbil-derist höchst vernachlässigt. Herr Heine gefällt sichhier in Archaismen, kokettirt mit einer poetischennonolmIanLk, und will diesen Gedichten ein