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muth, und kolossalischer Schmerz, der sich anfangswindig gebährdet und endlich versteinert in trost-loser Zerknirschung. Heine's Liebe ist nicht einseliges Hingeben, sondern ein unseliges Verlangen,seine Glut ist ein Höllenfeuer, — sein Amor hateinen Pferdefuß.
Deshalb sind auch am schlechtesten und amkläglichsten jene Gedichte ausgefallen, wo derVerfasser gewaltig zärtlich und schmachtend thut,namentlich die Minnelieder. Wahrlich, HerrHeine mit den zwei charakteristischen Seiten seinerDichtart, Stolz und Höllenschmerz, mußteeinen sehr schlechten Troubadur abgeben, und magwohl zarte Frauenherzen nicht sehr erbauen miteinem:
„Blutquell rinn' aus meinen Augen,
Blutquell brich aus meinem Leib,
Dag ich —" (Seite 51).
Es ist sehr begreiflich, daß, obschon HerrHeine so unverzeihlich sündigt gegen den Zweck