Druckschrift 
7,1 (1833) N - Pn
Entstehung
Seite
685
Einzelbild herunterladen
 

68 .'

Luftströmung. 685

Nach einer erst später bekannt gewordenen Nachricht vonP. Ewart 1 wurde das Hauptphänomen , nämlich dafs die auseiner ensen Oeffnung in einer Scheibe ausströmende Luft einevorgehaltene Scheibe nicht fortstölst, sondern anzieht, schondurch Robeuts zu Manchester im Jahre 1824 beobachtet, under selbst hierdurch veranlafst, im folgenden Jahre einige beleh-rende Versuche über diesen Gegenstand anzustellen, wovon fol-gender einer der interessantesten ist. An eine eiserne, 0,75 Zollweite Röhre A, die mit einem Dampfkessel in Verbindung stand, Fig.wurde eine kupferne C von 2 Zoll Weite und 9 Zoll Länge ge-schraubt und am andern Ende durch eine Kupferplatte verschlos-sen, die in der Mitte eine kreisrunde Oeffnung von 1 Linie imDurchmesser hatte. Dann wurde die kleine, an beiden Endenoffene Glasröhre F am obern Theile in eine feine Spitze ausge-zogen und mit dieser in den aus der Oeffnung strömenden Dampf-strom gehalten, während ihr unteres Ende in ein Gefäfs mitWasser gesenkt war. Beim Versuche stieg das Wasser in derRöhre bis zu einer Flöhe von 12 Zoll. Noch eigentlicher zurSache gehört folgende Vorrichtung. Es bezeichnet A den Quer-Fig.durchschnitt einer eisernen, 7 Zoll im Durchmesser haltenden 81.Röhre, B ein Manometer, welchem gegenüber ein Loch von 0,4Zoll Durchmesser gebohrt und mit einem konischen Rohre ausWeifsblech von 5,4 Zoll Länge und 1,05 Zoll Durchmesser amäufseren Ende versehn war. Aus dieser gingen in einem Ab-stande von 0,5 und 2,2 Zoll von der innern Wandung der RöhreA die beiden Glasröhren E und F herab, deren untere Enden ineinem Gefäfse mit Quecksilber sich befahden. Als die Luft miteiner solchen Geschwindigkeit durch die Röhre A strömte, dafsdas Manometer 1,8 Zoll Quecksilberhöhe zeigte, stieg das Queck-silber in der Röhre E bis 2,7, in der Röhre F aber 0,4 Zoll. Denvon PIachette gebrauchten Apparaten am nächsten kommt fol-gender durch Ewaiit construirter. Auf das Ende der 4 Zoll imDurchmesser weiten Rohre A wurde die Scheibe BB f von PIolzFig.und 11,8 Zoll Durchmesser gesteckt, die in 0,9", 1,21 und 3,4Zoll Abstand von der innern Röhrenwandunjj die Glasröhren PJ,

I und Iv aufnahm. Eine zweite, der ersten parallele hölzerneScheibe DE von gleichem Durchmesser wurde in der Art mit

;*vl

1 Philos. Mag. and Ann, of Phil, T, V. p. 247. Daraus in Fog-gendorlf Ann. XV. S09.

Bd. VII. . X X