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P neumatik.
Leitungsröhren beträchtlich verminderte und statt der Verdich-tung vielmehr Verdünnung der Luft anwandte, war der Erfolgnicht besser, weswegen man auch die ganze Idee seitdem auf-gegeben hat, obgleich sie theoretisch wohlbegriindet ist, in dergrofsen Geschwindigkeit, womit die atmosphärische Luft in leereRäume dringt, eine bedeutende Unterstützung findet und dasMifsglücken der ersten Versuche ohne Zweifel, eben so wie an-fänglich bei den Dampfmaschinen, dem Mangel an einer ge-nauen Ausführung beizumessen ist. Baiilow 1 erzählt zugleich,dafs später ein sehr erfahrner Ingenieur ein wohl eingerichtetesCylindergebläse an einem kräftigen Wasserfalle erbaut und Vondemselben aus eine Röhre bis zu einem 1,5 engl. Meilen (7435par, Fufs) entfernten Hüttenwerke fortgeleitet habe; allein sosehr auch dafür gesorgt war, dafs die hinlänglich weiten undim Innern glatten Röhren luftdicht hielten, so gaben sie docham Ende einen so schwachen Windstrom, dafs derselbe kaumein Licht auszublasen vermochte, und was noch mehr auffallenrnufste, die Zeit der Ankunft dieses Stroms, die auf 6 Secundenberechnet war, betrug 10 Minuten 1 2 . Vermuthlich ist diese Er-fahrung die nämliche, welche später unter den deutschen undfranzösischen Physikern ein ungewöhnliches Aufsehn erregte.Joh. Baadeii 3 erzählt nämlich, dafs John Wiliunson von ei-
1 A. a. O. Eben das Nämliche erzählt Robison in MechanicalPhilosophy. T. III. p. 695.
2 Bablow folgert hieraus, dafs die blofse Theorie beim Ma-schinenwesen unzureichend sey und die praktische Erfahrung durch-aus dabei zu Käthe gezogen werden müsse. Allein was theoretisch,d. h. durch Gesetze, die ohnehin auf genügenden Erfahrungen berulin,allseitig wolil begründet ist, kann in der Anwendung nie fehlen; eskommt nur darauf an , dafs alle obwaltende Bedingungen gehörig be-rücksichtigt worden sind, was sehr häufig nicht geschieht. Auch imvorliegeudenFalle würde der erwartete Erfolg nicht ausgebliebeu seyn,wenn der comprimirten Luft durch gehörige Ventile der Ilückgangabgeschnitten worden wäre, indem hierdurch der in der Röhrenleitungeingeschlossenen allmälig die erforderliche Geschwindigkeit ertheiltworden wäre, die sie dann bei fortdauernder Zusammendrückung un-ausgesetzt beibelialten haben würde. Vermuthlich aber trat die durchden Widerstand in der Leituugsröhre comprimirte wieder in die Cy-linder und es entstand eine blofse Oscillation statt eines fortdauern-den Luftstroms.
3 Beschreibung und Theorie des englischen Cylindergebläses.München 1805. Vergl. Journal des Mines T. XXVI. p. 113.