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Pendel,
nothwendig das eine dem andern voranseilen mufs, bis es nach jVollendung einer ganzen Schwingung mehr wieder mit dem-selben gleichzeitig oscilliren wird. Dieser Methode haben sichnachher Condamine , Cassini und hauptsächlich de Bokda, !welcher von Einigen fiir den Erfinder derselben gehalten wird, IBiot und Aua go nebst allen folgenden genauen Beobachtern jbedient. Man stellt zu diesem Ende das Pendel vor eine genau Iregulirte Uhr, befestigt auf ihrem Pendel ein kleines Zeichen, ;z. B. ein kleines kreisförmiges Scheibchen Papier, am bestenso , dafs dieses durch das zu beobachtende Pendel oder ein aufdemselben befindliches undurchsichtiges Object ganz bedecktwird, wenn beide in der Verticale ruhig hängen. Alsdann be-festigt man in einer Entfernung von 24 bis 36 Fufs ein Fern-rohr mit einem vor dem Oculare befindlichen verticalen Spin-nenfaden so, daTs dieser die Zeichen beider Pendel deckt oderbisecirt. Werden dann beide Pendel gleichzeitig in Bewegunggesetzt, so mufs bei einer stattfindenden Ungleichheit ihrerSchwingungen das Zeichen des einen sich von dem des andern •
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entfernen, oder sie werden sich nicht mehr decken, bis dieEntfernung beider ihr Maximum erreicht hat, welches nachVollendung einer halben Schwingung mehr oder weniger eintritt.Von da an werden beide sich wieder nähern, bis sie völlig sich ;deckend oder mit ihren Mittelpuncten zusammenfallend von derentgegengesetzten Seite her vor dem Spinnenfaden vorbeigehn ■und das eine der Pendel eine ganze Schwingung mehr vollendet 'hat. Demnächst werden sich die Zeichen nach der entgegenge- jsetzten Seite von einander entfernen , dann sich wieder nähern, [bis sie völlig sich deckend von der anfänglich angenommenenSeite her wieder vor dem Faden im Fernrohre vorbeigehn. Die-ses genannte Zusammentreffen beider Zeichen in der Verticaleheifst dann die Coincidenz, deren man allezeit zwei oder mehr-fache von zweien in Rechnung nimmt, so dafs nach zwei Coin-cidenzen die Zahl der beobachteten Pendelschwingungen N + 2 jist. Man erhält sonach die Proportion : Die Zahl der Schwin-gungen des Uhrpendels=JV verhält sich zu der Zahl der Schwin-gungen des beobachteten Pendels zwischen zwei Coincidenzen= A T _+ 2, wie die Menge der Secunden der Uhr in einem Tage= R zur correspondirenden Anzahl der Pendelschwingungen.
Heifst letztere P, so ist P = ^ = R 4; , wonach j
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