Berichtigung desselben. 301
den Versuch bei verschiedenen Stellungen des Fernrohrs, so er-hält man zugleich die Prüfung der richtigen Form der Axen.
Die richtige Aufstellung in Beziehung auf den Meridianmufs man durch Beobachtung von Sternen prüfen. Man setzthierbei voraus, dafs die Uhr genau geprüft sey und als freivon Fehlern könne angesehn werden , und dann ist es offenbar,dafs ein Stern , den man im obern und im untern Durchgängebeobachtet, eine Zwischenzeit von genau 12 Sternstunden gebenwird, wenn das Instrument im Meridiane steht, wogegen derTagekreis des Sternes durch einen nach Osten oder Westen vomMeridiane abweichenden Verticalkreis in zwei ungleiche Hälf-ten getheilt wird, also beide Culminationen im einen Falle zukurze , im andern zu lange Zwischenzeiten geben. Kann mansich auf den Gang der Uhr nicht ganze 12 oder 24 Stunden langverlassen, so ist folgende Methode besser. Man wählt zweiSterne, die beide in ihrer obern und untern Culmination beob-achtet werden können, deren Rectascensionen ziemlich naheum ISO 0 verschieden und zugleich genau bekannt sind. Manbeobachtet nun nach einer wenigstens für diese kurze Zeit zu-verlässigen Uhr die Zwischenzeit zwischen dem obern Durch-gänge des Sternes A und dem untern des Sternes B und ebendie Beobachtung wiederholt man nach 12 Stunden für den obernDurchgang von B und den untern von A. Es ist klar, dafs fürein Instrument, welches sich in einer ostwärts abweichendenVertical-Ebene bewegt, die obern Durchgänge zu früh, die un-tern zu spät erfolgen und also der Fehler der Stellung offenbarwird 1 . Da man die Stellung gleich anfangs durch ganz gewöhn-liche Mittel ziemlich nahe richtig erhalten kann, so bedarf esdann nur derjenigen kleinen Correction in horizontaler Richtung,wozu die Axe des Instruments eingerichtet ist.
Bei den gröfsern und schweren Instrumenten dieser Art istes nothwendig, die auf die Unterlagen der Axe drückende Lastzu vermindern, um dadurch die Reibung kleiner zu machenund auch das bei langem Gebrauche in einigem Grade eintretendeAbnutzen der Axe zu hindern. Dazu dienen schicklich aiwe-
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brachte Gegengewichte, die für jedes Ende der Axe sich an ei-
1 Ein Verzeiclmifs von Sternen, die sich hierzu eignen, giebtBode Astr. Jahrb. 1816. S. 242. Ueber andre zu diesem Zwecke füh-rende Mittel s. v. Zacii’s Mon. Corr. Ul. 344.