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7,1 (1833) N - Pn
Entstehung
Seite
277
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Osmi um.

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0 s m i u m.

Osmium; Osmium; Osmium.

Von Smith so 3f Texxant wurde es 1803 entdeckt und findetsich im Osmium-Iridium und höchstens zu 1 Procent imPlatinerz,bei dessen Auflösung in Salpetersalzsäure es theils oxydirt undverflüchtigt wird, theils in Verbindung mit dem meisten Iridiumungelöst zuriickbleibt. In seinem möglichst vereinigten Zustandezeht es den Glanz und die Farbe des natürlichen Osmium-lri-

Ö

diums und ein specilisches Gewicht von ungefähr 10,000; ge-wöhnlich wird es als ein schwarzes Pulver, welches beim DruckeMetallglanz annimmt, erhalten. Es ist nicht verdampfbar undhat einen sehr hohen, noch unbekannten Schmelzpunct.

Der SauerstofFgehalt seiner 5 Oxyde,fron denen jedoch die4niedern noch wenig bekannt sind, verhält sich wie 1: 1 j : 2 : 3: 4.Das Osmium - Oxydul hält auf 99,7 Osmium 8 Sauerstoff, dasOsmium - Sesquioxydul 12, das Osmium - Oxyd 16 und dasOsmium - Sesquioxyd 24 Sauerstolf. Das Osmium - Bioxyd(99,7 Osmium : 32 Sauerstoff) bildet sich beim Erhitzen desOsmiums an der Luft, in welcher das pulverige Osmium sogarentzündbar ist. Das Bioxyd ist weifs, biegsam, leicht schmelz-bar und verdampfbar, von stechendem Gerüche und scharfemGeschmacke, Lackmus nicht röthend. Es löst sich leichtimWasser, aus welcher Lösung viele Metalle und andere desoxy-dirende Stoffe das metallische Osmium als ein schwarzes Pulverfällen. Mit Säuren sowohl, als auch mit Alkalien giebt dasBioxyd gelbe Verbindungen.

Das Einfach-Chlor- Osmium (99,7 Osmium auf 35,4 Chlor)ist dunkelgrün und löst sich mit derselben Farbe im Wasser;das Doppelt-Chlor- Osmium (99,7 Osmium auf 70,8 Chlor) istscharlachroth, krystallinisch und mit grüngelber Farbe im Was-ser löslich. Auch sind Verbindungen von mehrern Arten desChlor-Osmiums mit Salmiak und Chlorkalium bekannt. Hy-drothionsäure fällt aus den sauren Auflösungen sämmtlicherOxyde des Osmiums braunschwarzes Schwefel - Osmium.

G.