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Nuta tio 11.
Erde dieses bewirken könne. Im Jahre 1727 lag der aufstei-gende Mondsknoten im Widder und die Neigung der Monds-bahn gegen den Aequator war also am gröbsten ; ein vergröfser-tes, das mittlere übertreibendes Vorriicken der Nachtgleichenerklärte zwar einige der Erscheinungen, aber um auch die übri-gen zu erklären, war es nöthig, eine kleine Acnderung in derLage der Axe der Erde, eine Nutation, anzunehmen. Im Jahre1732, wo der Mondsknoten bis zum Steinbock zuriickgegangenwar, änderten die Sterne um den Colur der Nachtgleichen ihreAbweichung nicht mehr stärker, als es dem mittlern Vorriickender Nachtgleichen angemessen war ; in den folgenden Jahren bis1736 wurde diese Aenderung kleiner, als dem mittlern Vor-riicken der Nachtgleichen entsprach, und um das Jahr 1736 hat-ten Sterne um den Colur der Sonnenwenden ihre Deklination in9 Jahren um 18 Sec. weniger geändert, als die mittlere Vor-rückung der Nachtgleichen forderte. Bhadley entschlols sichmin, die Beobachtungen vollends durch die ganze Periode einesUmlaufs der Mondsknoten bis 1747 fortzusetzen, und hatte amSchlüsse dieser Zeit das Vergnügen zu sehn, dafs die Sterne ihrePosition wieder erlangt hatten , so als ob gar keine Aenderungin der Lage der Erd-Axe statt gefunden hätte, wodurch alsoseine Meinung über die Ursache der Erscheinungen bestä-tigt ward.
Machin, dem Bhadley seine Beobachtungen mittheilte,berechnete eine Tafel über die verschiedene jährliche Präcessionund Nutation nach der Voraussetzung, dafs die mittlere Präces-sion 50” betrage und allein durch den Pol der Mondsbahn regiertwerde; er vermuthete deshalb, dafs seine Angaben zu grofsseyn würden , und so fanden sie sich auch wirklich , obgleichdie beobachteten Aenderungen das Gesetz wie die berechnetenAenderungen befolgten. Bhadley zeigt, wie die Beobachtun-gen mit der Voraussetzung übereinstimmen , dafs der Nordpoleinen kleinen Kreis durchlaufe, dessen Mittelpunct, so wie esdie mittlere Präcession fordert, fortrückt.
Spätere Beobachtungen haben diese Folgerungen bestätigtund in Hinsicht auf die Grüfse der Nutation genauer bestimmt.
ß.