Des Jupiter. (j(>
sie nicht immer Ja, wo der Durchmesser des Schattenkegels am"röteten ist, durch den Schatten, und die ungleiche Zeit ihresVerweilens im Schatten läfst auf die Gröfse jener Neigungschliefsen 1 ; jedoch hat auf dieses Verweilen im Schatten auchdie sphäroidische Form des Planeten , welche verursacht, dateder Schatten kein genauer Kegel ist, einigen Einllufs 2 .’
Die Umlautezeiten der Trabanten werden leicht aus denBeobachtungen ihrer gleichen Stellungen gegen den Hauptpla-neten , vorzüglich ihrer Conjunctionen mit dem Hauptplaneten,abgeleitet; die Verfinsterungen und die Vorübergänge vordemJupiter bieten Mittel dazu dar. Um den wahren Abstand ei-nes der Trabanten vom Hauptplaneten zu bestimmen, mute manseine groteten Digressionen vom Jupiter abmessen; daraus würdeman bei öftern Beobachtungen und bei verschiedenen Stellun-gen des Jupiter auch finden , ob die Bahnen merklich elliptischsind, wenn man nämlich diese Digressionen, nach gehörig ge-nommener Rücksicht auf die Entfernung des Jupiter von derErde, ungleich fände. Die Abweichung ihrer Bahnen vomKreise ist aber in Beziehung auf die Gröfse der Digressionenunmerklich. Jene Abmessungen zurZeit der gröfsten Digressionenbrauchte man nur bei einem oder bei zweien der Monde genauanzustellen, indem nach den Kepplerschen Gesetzen dann dieAbstände der übrigen aus den sehr genau bekannten Umlaufs-zeiten gefunden werden.
Die Frage, ob die Bahnen merklich elliptisch sind,läfst sich auf eine andere Weise entscheiden. Es ist bekannt,dafs die Bewegung des angezogenen Körpers schneller ist,wenn er sich in der gröfsten Annäherung zum anziehendenKörper befindet, langsamer in der gröfsten Entfernung;der Trabant wird daher in jenem Falle etwas schneller, als esder mittleren Bewegung gemäfs ist, zu gleichen Stellungen zu-rückkehren. Aus solchen Bestimmungen hat Delambre diegröfste Mittelpunctsgleichung des dritten und vierten Trabantenbestimmt; bei den beiden andern ist die Ellipticität unbedeu-tend. Die Bewegungen dieser Trabanten sind bedeutenden Por-turbationen unterworfen, und da diese hauptsächlich von dergegenseitigen Einwirkung der Monde auf einander abhängen,
1 De Zach Corr. astr. It. 440.
2 Lai'lace mecati. cel. IV. p. 105,
V