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Mechanik.

Höhe des Wassers über dem Boden des Gefäfses verhält. Die-ser Fehler entstand dadurch, dals er keine Rücksicht auf dieZusammefiziehung des Strahls bei seinem Ausflusse genommenhatte* In der zweiten Ausgabe seines Werkes, die 1714 er-schien, holte er diese Versäumnifs nach, und fand nun einmit den Versuchen Touricelh’s übereinstimmendes Resultat,aber seine Theorie war dessen ungeachtet nicht richtig, da ersie auf eine Annahme gebaut hatte, die den bereits bekanntenGesetzen der Hydrostatik widersprach, und die daher selbstder Wahrheit nicht gemäfs seyn konnte.

Zwanzig Jahre früher gab Varignox der Akademie zuParis eine bessere Erklärung des in Rede stehenden Phäno-mens, die übrigens ebenfalls den Satz des Torricelli be-stätigte , aber doch auch noch manches zu wünschen übrigliefs. Varignon’s Beweis setzte nämlich die Flüssigkeit imGefäfse in Ruhe voraus, da dieselbe doch, wegen des Aus-flusses durch die Oeffhung im Boden, in beständiger Bewe-gung seyn mufs. Diese Bewegung der ganzen Wassermassewird allerdings desto geringer seyn, je kleiner die Oeflnungin Beziehung auf die ganze Wassermasse ist, und für solcheFälle allein stimmte auch das Resultat der Berechnung mit dendarüber angestellten Experimenten überein, da es im Gegentheileimmer mehr davon abwich, je kleiner das Gefäfs, oder jegröfser die OefFnung im Boden desselben war. Noch wenigerliefs sich die neue Theorie auf die Bewegung des Wassers insenkrechten oder schief liegenden Canälen anwenden. Dieganze Untersuchung über die Bewegung der Flüssigkeitenkonnte also, nach allen diesen Versuchen, nicht einmal alsangefangen betrachtet werden.

Es wurden bereits oben die verschiedenen Schritte erwähnt,die von den grölsten Geometern ihrer Zeit gethan worden sind,um das Problem von dem Mittelpuncte des Schwunges aufzu-lösen, und wir haben gesehn, dafs Jac. Beuxoulli die wahreTheorie dieses Gegenstandes erst lange Zeit nachher entdeckte,als Huygens dieses Problem durch das Princip der Erhaltungder lebendigen Kraft in der That aufgelöset hatte. Nicht vielanders ging es auch mit der Theorie der Bewegung der Flüs-sigkeiten in Röhren. Die Mittel zur Auflösung dieses Pro-blems waren bereits lange vorher gefunden, sie lagen amTage, aber sie waren zerstreut, und scheinbar unzusammen-