Geschieh te der Statik.
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flüssiger Körper fremd bleilien müssen. Auch hat Gai.ii.ei,dem wir gleichsam die erste genauere Kenntnifs des Trincipsder virtuellen Geschwindigkeit verdanken, dasselbe auch zu-gleich der erste auf die Hydrostatik anzuwenden gesucht. Inseinen Discorsi zeigt er, dafs das Gleichgewicht einer in ei-nem zweiarmigen Heber ( sipho ) eingeschlossenen Flüssigkeitdann statt hat, wenn die Flüssigkeit in beiden Armen gleichhoch steht, aus dem Grunde, weil dann die Momente derFlüssigkeit in briden Heberarmen gleich grofs sind. UnterMoment versteht er aber das Product der Kraft in die nachder Richtung dieser Kraft zerlegte Geschwindigkeit, d. h. al-so, die virtuelle Geschwindigkeit. Dasselbe Trincip wendeter auch auf das Gleichgewicht der in der Flüssigkeit schwim-menden festen Körper an. Denselben von Galilei zuerst be-tretenen Weg haben auch seine Nachfolger Descaiites undPascal eingeschlagen, und der letzte hat 1 sich dieses Prin-zips der virtuellen Geschwindigkeiten bedient, um daraus dievorzüglichste Eigenschaft der flüssigen Körper abzuleiten, dafsnämlich jeder Druck, der an irgend einem Puncte der Ober-fläche der Flüssigkeit angebracht wird , sich sofort gleichförmigüber alle Puncte der Flüssigkeit erstrecke.
Allein diese Versuche waren noch zu unvollkommen, umdie allgemeine Ueberzeugung zu erwecken, dafs das ganzeGebäude der Flydrostatik auf diesem Grunde mit Sicherheiterrichtet werden könne. Auch wurde der eingeschlagene Wegnicht weiter verfolgt, selbst von denen nicht, die vorzugs-weise die Kraft in sich fühlten , dieser Wissenschaft eine neueGestalt zu geben, oder ihre Grenzen zu erweitern.
Das berühmte Problem von der Gestalt der Erde, diesel-be anfangs als flüssig vorausgesetzt, spielte zu Ende des 17.Jahrhunderts eine grofse Rolle. Dieses Problem bezog sich inletzter Instanz auf die theoretische Bestimmung der Gestalt ei-ner im Gleichgewichte stehenden flüssigen Masse, die hetero-gen, oder in verschiedenen ihrer Theile von verschiedenerDichtigkeit ist, und deren Theile alle durch gegebene Kräfteaflicirt werden.
Um diese Aufgabe aufzulösen, nahm Huygens als Trin-cip des Gleichgewichts die Terpendiculantat der Schwere auf
1 Traite’ de I’e'qnilibre des Iiqueurs.