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Die Seinsheims und ihre Zeit : eine Familien- und Kulturgeschichte von 1155 bis 1890 ; mit urkundlichen Belegen und Illustrationen
Entstehung
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Binder, Redakteur der historisch-politischen Blätter in München, l^errn geh. Rath von Essen-wein, Direktor des germanischen Rational - Museums in Nürnberg, Berrn An. konstant vonMurzbach, k. k. Regierungsrath in Berchtesgaden, Berrn Dekan und Pfarrer Raß in Eggen-felden, Berrn kathol. Pfarrer und Definitor Böhlein in Markt Geinsheim, j?f. Conrad in Bütten-heim, Glossner, Protest. Pfarrer in Nordheim, endlich Berrn k. Bezirksamtinann Bebel in Zchein-feld, ohne dessen Beihilfe und freundliche Unterstützung es wohl niemals gelungen wäre, das schöneGrabmonumeut des Zreiherrn Georg Ludwig von Geinsheim des Aeltern zu erwerben,das setzt eine der schönsten Erwerbungen des germanischen Museums in Nürnberg genannt wird,und dem Throniften von Marktbreit, dem dortigen ersten jDfarrer Berrn Richard j? loch mann.

. Trotz des freundlichen Beistandes und der großen Gefälligkeit der vorgenannten Berrenund beinahe sechsjähriger unausgesetzter Forschung uud Reisen bleibt doch noch so manches imDunkeln und mußte für die Vorgeschichte der erfteu Jahrhunderte eine Art von „Zickzack-Geschichten"geschrieben werden, weil aus jener Zeit kein anderes Material zu finden ist als unbelegte mitunterrecht alberne fabeln und Urkunden oder Einträge in Lehen oder Topial- und Zalbüchern ohneZusammenhang, ohne Aufschluß über Zeit oder Ort, ohne Geburts- oder Todesjahr. Aphorismen,die lediglich constatiren, daß der oder jener Geinsheim als Zeuge auf einer Urkunde erscheint,deren Ausstellungsort dann durch die andern Zeugen errathen werden muß, die gewöhnlich ausder Umgegend genommen wurden.

Dieser Mangel an Zusammenhang, an Aufschluß über die Domieile macht so manche un-liebe Miederholung nothwendig, besonders bei der Gewohnheit jener Zeit, gleiche Taufnamen inden verschiedenen Linien der Zeinsheim'schen Zamilie zu wählen, auch Miederholungen, die dazudienen, die Zusammengehörigkeit der einzelnen Zweige und deren Mohnorte zu constatiren.

Zo wird eine ordentliche, regelrecht genealogische Reihenfolge erst gegen Ende des tö. Jahr-hunderts möglich, wo die Zeinheims auf ihren Stammsitzen zu Rottenheim, Mässerndorf, Röttingenund Erlach saßen und im tch. Jahrhundert der jetzige Ztammsitz Zünching erworben wurde.

Die wenigen freundlichen Leser, die vielleicht in dem Buche herumblättern, werden dies wür-digen und in Anbetracht, daß es nicht die Arbeit eines Zachmannes ist, sondern aus Pietät fürdie Zeinsheim'sche Zamilie geschrieben wurde, in welcher der Verfasser so viele Zreundschaft genossen,Nachsicht baben mit den Zehleru und Lücken; der strenge Kritiker aber möge die Mängel verbessernund die Lücken ergänzen, er wird dadurch nicht nur der Zamilie einen Dienst erweisen, sondernauch zu Dank verpflichten

den Oorfasser.