Materi e. 1471
terieller Wärme durch Anziehung verbunden ist, neben gleich-zeitig vorhandener elektrischer und magnetischer Materie, vonderen Vorhandenseyn jedoch bei der Betrachtung des Verhal-tens der Körper im Allgemeinen abstrahirt werden kann , solange beide Potenzen sich im gebundenen oder neutralen Zu-stande befinden. Der WärmestofI ist in sehr kleiner Men"e
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in den Zwischenräumen der Molecüle enthalten, in destogröfserer haftet er an letztem selbst, weswegen alle seine Wir-kungen von diesen unmittelbar auszugehn scheinen. Die Mo-leciile haben blofs Anziehungskraft gegen einander und ge-gen den Wärmestoff, letzterer aber übt Repulsion gegensich selbst aus, und beide Kräfte nehmen mit der Ent-fernung der Molecüle von einander so schnell ab, dafs siebei einer merklichen ganz unmerklich werden; jedoch sind dieMolecüle so klein, dafs der Abstand, bei welchem eine Ab-nahme der Kräfte beginnt, jederzeit ein Multiplum diesesDurchmessers ist, und also eine unzählbare Menge solcher Mo-lecüle gleichzeitig im Conflicte der jedem einzelnen zugehö-rigen Kräfte sich befinden. Beide Kräfte befolgen nicht glei-che Gesetze ihrer durch den Abstand bedingten Stärke, jedochgiebt es jederzeit eine gewisse Entfernung derselben, für wel-che ein stabiles Gleichgewicht derselben eintritt. Auf welcheWeise hiernach der verschiedene Aggregatzustand der Körper,je nachdem sie fest oder sowohl tropfbar als auch elastischflüssig sind, erklärbar werde, ist bereits am gehörigen Orte ge-zeigt worden 1 . Auch Cauciiy 2 ist Anhänger dieser Theorie,die mehrfache wichtige Anwendungen gestattet. Beim Zustandeder Festigkeit wirken alle Molecüle attractiv auf einander,bei tropfbar flüssigen Körpern verschwindet die Wirkung dervon den einander zunächstliegenden Theilchen ausgehendenAnziehung gegen die der entferntem, im gasförmigen Zustandesind die Theilchen so weit von einander, dafs die Wirkunder Attractivkraft gegen die der Wärme unmerklich wird unganz vernachlässigt werden kann. Nach Fechser scheint dieVorstellung vom Zustande der tropfbaren Flüssigkeit am we-nigsten sachgemäfs , auch ist in der That auf den ersten Blicknicht wohl begreiflich, wie eine Kraft auf ein entferntes Mo-leciil sich wirksam zeigen soll, ohne auf ein näher liegendes
1 3. Festigkeit, Flüssigkeit und Gas, IVcsen der Gasform,‘i Bulletin des So. math. XI. 413. XII. 224.
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