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Materie.
bekannt gemacht hat, worin er mit Anwendung des höhern Calcülsnachweiset, dafs die Newton’sche Attraction zur Erklärung derMolecular - Anziehung, wie sie sich namentlich in den Phäno-menen der Cohäsion zeigt, nicht genüge. Dieses Resultat läfstsich auf eine einfache Weise anschaulich machen, wenn manüberlegt, dafs die geometrische Demonstration dieser Kraft al-lezeit blofs auf die Aeufserungen der Schwere führen mufs,wovon das Gesetz selbst entlehnt ist, nicht wohl aber andere,hiervon verschiedene Phänomene erklären kann. Amim'.iie’sAnsichten hierüber stehn mit denen im Einklänge, die wirbei mehrern der bedeutendsten, namentlich französischen Geo-meter finden, mit dem Unterschiede, dafs er die Moleciile,welche sonst als Elementartheilchen angesehn werden, ausden noch kleinern Atomen zusammengesetzt annimmt und hier-durch sich etwas weiter von Lavlace’s bekannter Hypothese,aber allerdings auf eine sehr sinnreiche und ansprechende Weise,entfernt. Die Hauptschwierigkeit besteht eigentlich darin, einsolches Verhalten der Molecularkräfte oder der den einfachenund untheilbaren Moleciilen eigenthümlich inwohnenden At-tractions- und Repulsionskraft aufzufinden, vermöge dessenihre völlige Berührung wegen der mit der Annäherung bedeu-tend wachsenden Repulsion unmöglich wird , während die At-traction eine Trennung bei geringem Abstande hindert, ohnejedoch über eine gewisse Grenze hinaus sich noch wirksam zuzeigen, und wobei noch aufserdem beide sich entgegen wirken-de Kräfte für einen gewissen Abstand in ein stabiles Gleich-gewicht kommen , welches zugleich durch den Einfluls derWärme modificirt wird. Poisson hat schon früher * 1 für diesenConflict der Molecularkräfte einen analytischen Ausdruck auf-zufinden versucht, ohne dafs es ihm jedoch gelungen ist, alleverschiedene Erscheinungen hieraus nachzuweisen, aufserdemaber hat er sich wiederholt über das Wesen der Materie undder aus ihr zusammengesetzten Körper erklärt. Hiernach 2 be-stehn alle wägbare Körper aus verschwindend kleinen Mole-ciilen , mit denen eine gewisse Quantität unwägbarer, aber ma-
Gius. Belli. Padova 1832. 4. Riflessioni sulla Legge dell’ Attrazionemolecolare. Memoria del Dre. Gius. Belli cet. Milano 1833. 4,
1 Möm. de l’Acad. T. VIII. p. 369.
2 Anu. Ch. Phys. T. XL1I. p. 145.