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Materie.
zeitig die rohern Thierclassen und endlich die auf einer ho-hem Stufe der Organisation stehenden auf der Erdkruste ihrenUrsprung nahmen.
Da aus den frühem Untersuchungen hervorgeht, dafs zwi-schen organischer und unorganischer einfacher Materie keinwesentlicher Unterschied anzunehmen ist, aus den zuletzt an-gestellten aber folgt, dafs organische Wesen erst später aufder Erde vorhanden waren, so fragt sich, auf welche Weisedie ursprünglich allein existirende unorganische zur organi-schen umgestaltet und zu lebenden Wesen vereinigt wurde.Mit Sicherheit läfst sich auch dieses nicht beantworten , weilwir nicht wissen, was für Kräfte in jener vorgeschichtlichenZeit vielleicht thätig waren ; indefs ist im hohen Grade wahr-scheinlich, dafs mit Ausnahme von etwa einer, der Belebungim Allgemeinen günstigen, hohem Temperatur der Erdkrustekeine andern wirksamen Potenzen anzunehmen sind, als dienoch cesenwärtig das fortdauernde Leben in beiden Naturrei-chen erhalten. Wollte man hiergegen das Argument anfüh-ren, warum nicht noch gegenwärtig aus unorganischen Ele-menten belebte Wesen entstehn, so läfst sich dieses dadurchumgehn, dafs zwar hierfür keine überzeugenden Erfahrungenvorhanden sind 1 , damit aber die Unmöglichkeit noch keines-wegs erwiesen ist. Inzwischen geht aus Versuchen, welcheich selbst angestellt habe, zur Evidenz hervor, dafs sogarzusammengesetzte organische Materien ohne freien Zutritt deratmosphärischen Luft weder Priestley’sche Materie noch Infu-sorien erzeugen. Ich habe nämlich Erbsen, Gerstenkörner,aufgelösten Schreinerleim, gekochte und diluirte Stärke inverschlossenen Gläsern mit destillirtem Wasser entweder mitetwas atmosphärischer Luft oder in ganz erfüllten (wobei im
1 Fray in Essay sur l’origine des snbstances organisdes et inor-ganisdes. Par. 1807. und Essay sur l’origine des corps organisds cet.Par. 1817. will zwar die Entstehung der Infusorien in reinem Wasserund Gruithoisen in Aufgüssen von Granit, Marmor und Kreide beob-achtet haben, s. Gehlen Journ. Th. VIII. S. 150., allein dieses strei-tet gegen die höchst zahlreichen Beobachtungen vieler anderer Phy-siker. Vergi. Tiedemann Physiol. S. 95. Wenn aber auch durch allebisher bekannte Versuche aus blofser unorganischer Materie erweis-lich nie ein belebtes Wesen erzeugt worden ist, so beweist dieses dochbekanntlich noch nicht die Unmöglichkeit.