Materie.
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wassergypses , des Grobhalkes und des plastischen Thons, mei-stens in Becken gelagert, führt in ihren verschiedenen Glie-dern theils Muscheln und andere Reste pelagischer Thieve,theils Ueberbleibsel von Muscheln und Fischen, welche frü-her Bewohner des Landes und der Flüsse waren, desgleichenGebeine vorr Säugethieren und Reptilien, die auf dem Fest-lande oder am Ufer grofser Seen lebten. Der Reichthum anGeschlechtern, Arten und Individuen ist in dieser Gruppe grö-fser als in irgend einer andern, von den Arten wurden bis-her sehr wenige noch jetzt lebend gefunden. ln der Gruppediluvianischer Gebilde findet man organische Ueberbleibsel ingrofser Menge, welche den Geschlechtern nach nur seltenausgestorben, den Arten nach etwa zur Hälfte als noch jetztlebend, zur Hälfte als ausgestorben zu betrachten sind, Ge-
! beine von Mastodon, Hippopotamus, Tapir, Elephant, Rhi-noceros, Pferd, Flirsch, Ochse, Tiger, Bär, Flyäne u. s. w.,ferner Ueberbleibsel von Cetaceen. Das Fluthland beherbergt
O
I aufserdem vegetabilische Reste, namentlich Baumstämme, aberErzeugnisse menschlischen Kunstfleifses kommen nicht darinvor. ln der Gruppe postdilupianischer Gebilde endlich er-scheinen die organischen Reste häufig, allein nur im geringenGrade umgewandelt. Thiere und Pflanzen, von denen sie ab-*stammen , werden noch lebend gefunden, und meistens in dennämlichen Gegenden, die ihre Ueberreste bergen, oder esläfst sich mit wenigen Ausnahmen der Beweis führen, dafs sieeinst daselbst gelebt haben. Als besonders merkwürdig giltder jüngste Meereskalk, der namentlich auf Guadaloupe nebenUeberbleibseln noch lebend vorhandener Corallen und Meeres-Schalthieren menschliche Gebeine, selbst ganze Gerippe um-schliefst. Die postdiluvianischen Ablagerungen enthalten ver-schiedenartige Erzeugnisse menschlichen Kunstfleifses, und na-mentlich sind dieselben im Torf vorhanden 1 . Hiernach dür-fen wir es also als erwiesen betrachten, dafs während einerunbestimmbar langen Zeit und gleichmäfsig mit der allmäligfortschreitenden Ausbildung unsers Erdballs bis zu seinem jez-zigen anscheinend stationären Zustande zuerst die am rohesten
I organisirten Pflanzen, dann die feinem, mit letztem gleich-
1 S. Grundziige d. Geologie u. Geognosie u. s. w., von K. C. v. Leon-hard. 2te Aull. .Heidelb. 1831.