1450
Materie.
säure =40, also zusammen = 80, oder von salpetersaurem Sil-beroxyd , bestehend aus 1 Atom Silberoxyd = 116 und 1Atom Salpetersäure = 40, also zusammen = 170, mithin er-steresSO-, letzteres 170mal so grofs als die angenommene Ein-heit des Wasserstoffatoms, unter das Mikroskop bringt, soentdeckt man oft dem blofsen Auge verschwindende kleineKrystalle, die Flüssigkeit an sich bietet aber selbst bei tau-sendfacher Vergröfserung des Durchmessers, also bei tausend-millionfacher des kubischen Inhalts , keine sichtbaren Pünctchendar, wie dieses übrigens aus den Untersuchungen der Theil-barkeit der Körper von selbst folgt.
28) Ein Unterschied der Materie, wonach sie in organischeund unorganische abgetheilt wird, kann bei den Untersuchungenüber ihr eigentliches Wesen auf keine Weise übergangen werden.Organische Materie erscheint auf den ersten Anblick ein unei-gentlicher Name, denn da die Materie auch in ihren einfach-sten Elementen berücksichtigt werden mufs, so scheint hier-auf der Ausdruck organisch nicht anwendbar zu seyn. Or-ganisch {oQyavixbg von oqyavov, Werkzeug) heifst nämlich mitWerkzeugen (Organen) versehn, welche in dieser Beziehungzunächst zu den Lebensfunctionen gehören. Die unorganischenKörper entstehn und wachsen nämlich durch Anhäufung vor-handener Elemente oder kleinerer Körper und durch Auflage-rung kleinerer Theile auf schon vorhandene gröfsere, wie die-ses namentlich bei der Krystallbildung der Fall ist, die orga-nischen und zugleich lebenden Körper dagegen wachsen durchIndividuelle Thätigkeit vielfacher Werkzeuge (Organe) voninnen und haben hierdurch ihren Namen erhalten. Weilaber die organischen Körper mit dem Aufhören der Lebens-functionen nicht sofort eine wesentliche Aenderung ihrer Be-standtheile erleiden , so nennt man auch solche Körper oderTheile derselben, die einmal belebt waren, organische. Hier-nach sind ein Stück Metall, ein Stein, ein Krystall, das Was-ser u. s. w. unorganische, dagegen Stärkemehl, Muskelfleisch,Eiweifs, Harz u. s. w. organische Körper.
Es herrscht ein leicht zu fassender Unterschied zwischenorganischen und unorganischen Körpern. Zuerst giebt es über-all keine einfachen organischen Körper, vielmehr betrachtet mandie unorganischen als einfache oder als binäre oder aus bi-