M a t e r i r.
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messer unter ein Mikroskop von mindestens 300facher Ver-gröfserung des Durchmessers, so zeigen die kleinen, in derFlüssigkeit schwimmenden Theilchen von höchstens ein Zehn-tel Linie scheinbarem Durchmesser allerdings eine Bewegungwelche der willkürlichen bei den kleinsten Infusorien frappantähnlich ist, ja es läfst sich nicht in Abrede stellen, dafs manbei der Beobachtung der letztem sich in grofser Verlegenheitbefindet und nach mehrfach wiederholten Versuchen noch inUngevvifsheit bleibt, ob die sich bewegenden Pünctchen sol-che Molecüle oder wirkliche Thierchen sind. Blofs längere
O
Uebung kann hierin einige Sicherheit verschaffen. Uebrigensläfst sich die Bewegung leicht erklären; denn indem dasTröpfchen durch Verdunstung, ungleiche Erwärmung in Folgedes darauf fallenden concentrirten Lichtes vom Spiegel, durchLuftzug, die umgebende erwärmte Atmosphäre des Beobach-ters, die dem Instrumente mitgetheilte Bewegung des letztemund die selten fehlende des ganzen Hauses, so wie endlichdurch manche andere Ursachen stets in Bewegung gesetzt wird,mufs sich diese den kleinen Partikelchen mittheilen und durchdie aufserordentliche Vergröfserung sichtbar werden. Ist näm-lich die letztere nur die 300fache und der Tropfen hat eineLinie Durchmesser, so erscheint er als eine ungefähr halbku-gelförmige Wassermasse von 2 Fufs 1 Zoll Durchmesser, inwelcher die scheinbar kaum ein Zwanzigstel bis ein Vierzig-stel Linie grofsen Pünctchen nothwendig sich zu bewegenscheinen müssen, sobald ihre, durch so viele Ursachen her-vorgerufene Bewegung auf gleiche Weise vergröfsert wird.Gegen den Einflufs der Verdunstung hat man zwar einge-wandt, dafs das Phänomen auch dann, wiewohl in geringe-rem Grade, statt findet, wenn man den Tropfen mit einerSchicht Oel bedeckt; allein hierdurch kann dessen Verdun-stung zwar vermindert, aber niemals ganz aufgehoben wer-den, was mit der Erfahrung recht gut übereinstimmt, abge-rechnet dafs diese Ursache der Bewegung keineswegs als dieeinzige angenommen wird. Dafs jedoch diese mechanisch be-wegten Theilchen blofs sehr kleine Massen und keineswegseigentliche Molecüle oder Atome sind, läfst sich leicht er-weisen. Wenn man nämlich ein Tröpfchen einer gesättigtenAuflösung von schwefelsaurem Kupferoxyd (Kupfervitriol), be-stehend aus 1 Atom Kupferoxyd = 40 und 1 Atom Schwefel-