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6,2 (1836) Ma
Entstehung
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Materie.

■wie klein sie auch seyn mag, setzt allezeit eine Form voraus.Hierauf führt auch die Erfahrung, insofern die kleinsten, demAuge entschwindenden, mithin um so mehr formlosen Be-standtheile der Körper unter stark vergrößernden Mikroskopenwieder geformt erscheinen , was zu dem Schlüsse berechtigt,dafs dieses fortwährend der Fall seyn würde, wenn wir dieVergröfserungen ohne Grenzen zu erhöhen vermöchten. Esist daher auch kaum zweifelhaft, dafs alle Atome der nämli-chen Materie gleich geformt sind, und es bleibt somit blofsim Dunkeln, ob alle Atome einander gleich und ob sie ins-gesammt oder einige derselben reguläre Körper sind. Hier-über eine auch nur wahrscheinliche Vermuthung aufzustellen,würde mit dem Geiste einer Naturphilosophie streiten , derenunverbrüchliches Gesetz ist, sich nie zu weit von der Erfah-rung zu entfernen. Alle die zahllosen Gestalten aber, unterdenen uns die mannigfaltigen organischen und unorganischenKörper erscheinen, zu einem Gemeinsamen zu verbinden, umdie Formen der sie bildenden Atome daraus zu bestimmen,liegt ganz aufser den Grenzen des menschlichen Forschungs-vermögens. Wenn also von den Formen der Atome ( moü-cules integrantes ) einiger Krystalle geredet wird, so gilt die-ses blofs als ein Versuch, auf diese hypothetisch die Entste-hung der Kerngestalten und der abgeleiteten zurückzuführen,mithin nur einen einzigen Schritt weiter zu gehn, als derdurch Erfahrung gebahnte Weg vorliegt, ohne mit ungebühr-licher Dreistigkeit das dunkle Gebiet der Untersuchungen überdas eigentliche Wesen der Materie zu betreten.

24) Einige Gelehrte haben beiläufig geäufsert, die ver-schiedene Form der Krystalle lasse sich auf blofs kugelförmigeAtome zurückführen, und es sey daher am natürlichsten, dieseGestalt als die einfachste allen beizulegen. Es liegt in derNatur der Sache, dafs ein solcher Satz blofs als Hypotheseaufgestellt wurde, um die Möglichkeit einer Construction derverschieden gestalteten regelmäfsigen Krystalle aus kugelförmi-gen Atomen nachzuweisen, ohne auf das Ganze einen beson-dern Werth zu legen. Bei der später zu erwähnenden Hypo-these, wonach die Körper insgesammt aus Atomen mit Wär-meatmosphären umgeben bestehn sollen, wird die Form derAtome entweder als aufserwesentlich betrachtet, oder die Ku-gelgestalt, als die einfachste, ohne ausdrückliche Bestimmung,